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| 01:05 Uhr

Entwarnung – ärztlicher Notdienst in der Region gesichert

Guben.. Der kassenärztliche Notfalldienst in Brandenburg soll ab 1. Januar 2004 neu geordnet werden. Darüber informierte gestern die kassenärztliche Vereinigung Brandenburg. Die Änderungen bedeuten nicht zwangsläufig eine Ver bessung der Versorgung. (si)

Die bisher bestehenden 156 Notfalldienstbereiche sollen auf nur noch 74 reduziert werden. Die Dienstbereiche werden damit größer und die Anfahrtswege für den diensthabenden Arzt länger.
Grund für die Neuordnung sind nach Aussagen des Sprechers der kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Ralf Herre, fehlende Ärzte und Querelen über die Zuordnung der einzelnen Orte zu den Dienstbereichen. Auch in der Region um Cottbus hätten sich die Ärzte über die Zuordnung einiger Orte nicht einigen können, sagte Herre.
Eine rühmliche Ausnahme scheint dabei aber die Neißeregion um Guben zu bilden. „Hier bleibt auch ab Januar alles beim Alten“ , sagte gestern Dr. Wilfried Wukasch der RUNDSCHAU. Der Orthopäde ist der Notfalldienstbeauftragte der niedergelassenen Ärzte in der Gubener Region. Etwa 30 Mediziner teilen sich an der Neiße den kassenärztlichen Notfalldienst an Werktagen und Wochenenden. Ihr Einzugsbereich sei klar geregelt und ändere sich auch ab Januar nicht.
Trotz des drohenden Ärztenotstandes auch an der Neiße lässt sich ein stabiler Notdienstplan erarbeiten, weil die niedergelassenen Ärzte aller Fachrichtungen in das System einbezogen werden. Trotzdem wird es „enger“ , wenn im kommenden Frühjahr allein drei Allgemeinmediziner ihre Praxen aus Altersgründen aufgeben. „Dann sind die verbleibenden öfter dran“ , sagt Wukasch lapidar.