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| 17:02 Uhr

Einziges Manko bei der Hitze: In den Unterkünften gab es keine Dusche
Die Tour-International war wieder ein voller Erfolg

 Das letzte Konzert ihrer diesjährigen Chorfahrt gaben die Ensembles der Klosterkirche am Sonntagnachmittag in der Gubener Klosterkirche.
Das letzte Konzert ihrer diesjährigen Chorfahrt gaben die Ensembles der Klosterkirche am Sonntagnachmittag in der Gubener Klosterkirche. FOTO: Ute Richter
Guben. Nach Göttingen, Bad Sachsa, St. Augustin, Herchen, Hennef, Amsterdam und Beverwijk in den Niederlanden folgt in Guben folgte das Abschlusskonzert.

Rund 2600 Kilometer haben die 90  Fahrtteilnehmer der Klosterkrich-Ensembles im Alter zwischen acht und 79 Jahren in acht Tagen zurückgelegt. Acht Konzerte von je eineinhalb Stunden haben sie in den unterschiedlichen Orten absolviert. Und das bei meist großer Hitze. Durchschnittlich 28 Grad zeigten die Thermometer in den jeweiligen Auftrittshäusern, einmal sogar 35 Grad. „Die Hitze hat uns sehr mitgenommen“, erzählen die Chorfahrtteilnehmer am Sonntagnachmittag beim gemeinsamen Kaffeetrinken im Pfarrgarten. „In Beverwijk gab es eine riesengroße Glaswand, da konnte man wegen der Spiegelung der Sonne fast nichts mehr sehen - wir unsere Texte nicht, die Musiker ihre Noten und der Kantor uns nicht. Das war fast ein Blindkonzert, aber es hat trotzdem alles gut geklappt“, berichten sie von diesem Tag.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde hauptsächlich in Massenquartieren mit Isomatte und Schlafsack genächtigt. Doch dieses Mal mussten die Reiseteilnehmer eine besondere Herausforderung meistern, denn in keinem der Quartiere war eine Dusche vorhanden. Und das bei der brütenden Hitze. „Der Gartenschlauch war unser bester Freund“, so Christina Aldag, die schon von unterwegs regelmäßig berichtete. Große Freude hätten vor allem die vielen Kindern gehabt, die sich einen Spaß daraus machten, die erwachsenen Tourteilnehmer kräftig nass zu spritzen. Doch auch ein Freibadbesuch brachte die rettende Abkühlung.

Überhaupt berichten die Musiker und Sänger von einer sehr harmonischen Chorfahrt. Seit Jahren sind alle aufeinander eingespielt. „Fast jeder Teilnehmer hat eine Aufgabe, die er während der gesamten Fahrt zu erledigen hat“, berichtet Kirchenmusikdirektor Hansjürgen Vorrath in den Konzertpausen. Anders wie beispielsweise 2018 hatten die Teilnehmer in diesem Jahr mehr Freizeit, weil sie an einigen Orten mehrere Tage waren.  So nutzten sie die Gelegenheit zum Erkunden der Städte wie Köln, Hennef oder Amsterdam. 480 Liter Wasser und viele Kaffeepäckchen sind mit den Ensembles auf die Reise gegangen. Genau wie beispielsweise zahlreiche Plätzchen, Würstchen, Marmeladen und vieles mehr. Und trotzdem: Verpflegt wurden sie in vielen Orten fast fürstlich. „Wir sind richtig toll bewirtet worden. Beim Abschiedsabend in Holland wurde sogar extra für uns asiatisch gekocht“, schwärmen die Musiker.

Und natürlich wurde auch gesungen. Wie immer bekamen die Gubener viel Anerkennung für ihre Konzerte. Das Repertoire der Ensemble umfasste  mehrstimmige Vokal- und Instrumentalmusikstücke alter Meister bis hin zur sakralen Popularmusik aus der Feder  von Hansjürgen Vorrath. Im Mittelpunkt des ersten Programmteils stand auf Reisen, aber auch am Sonntag beim Abschlusskonzert die Kantate „Mose - Auszug aus Ägyptenland“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschnitt des gleichnamigen Musicals aus dem Jahre 2007. Aber auch Werke von Johann Sebastian Bach über Felix Mendelssohn-Bartholdy bis hin zu Ola Gjeilo, einem norwegischen Komponisten, der seit vielen Jahren in den USA lebt, umfasste das Programm. Ausschnitte daraus waren am Sonntag in der Klosterkirche zu erleben. Und auch da gab es tosenden Applaus. Für Kantor Hansjürgen Vorrath gab es als Geschenk vom Chor eine Brillenkette, denn allzu oft suchte er nicht nur während der Chorreise seine Brille.

Wie schon im vergangenen Jahr wurde der Forster Kinderchor mit integriert. Das Orchester war aus Musikern aus unterschiedlichen Städten zusammengewürfelt. Deshalb rief Kantor Vorrath Interessierte zum Mitmachen in den Ensembles der Klosterkirche auf.