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| 02:35 Uhr

Empfang läutet Jubiläumsjahr ein

Rund 150 deutsche und polnische Gäste kamen zum Neujahrsempfang in den Saal des Gubiner Kulturhauses.
Rund 150 deutsche und polnische Gäste kamen zum Neujahrsempfang in den Saal des Gubiner Kulturhauses. FOTO: Foto Werner
Guben/Gubin. Rund 150 geladene Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sind zum traditionellen Neujahrsempfang der Doppelstadt Guben-Gubin gekommen. Gefeiert wurde vor allem das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Guben, Gubin und Laatzen (Niedersachsen). Silke Halpick

Als "richtiges Signal" zur richtigen Zeit bezeichnet Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro den gemeinsamen deutsch-polnischen Neujahrsempfang im Gubiner Kulturhaus am gestrigen Freitag. Die "Vision eines gemeinsamen Europas" könne nur gelingen, wenn sich die Menschen weiter nähern und Grenzen in der Natur und in den Köpfen verschwinden, betont er. Mit Blick auf die europäischen Bedenken zur polnischen Politik appelliert er an die Deutschen, mehr mit dem Partner zu reden. Von den polnischen Nachbarn wünscht er sich, nicht nur das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte zu bemühen.

Auf die langjährigen guten Beziehungen in der Grenzregion verweist auch Czeslaw Fiederowicz, Sejm-Abgeordneter und ehemalige Gubiner Bürgermeister. Vor genau 25 Jahren haben die drei Städte Gubin, Guben und Laatzen ihren Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. "Wir haben viel von Laatzen gelernt, auch warum man Neujahrsempfänge feiert", sagt er. 2016 soll als besonderes Jubiläumsjahr gefeiert werden.

Optimistisch in die Zukunft blickt Bartlomiej Bartczak. Der Gubiner Bürgermeister kündigt auf dem Empfang drei große Investitionen an: eine Fabrik, in der Schubladen für das schwedische Möbelhaus Ikea hergestellt werden, sowie die Ansiedlung eines Herstellers von Lüftungs- und Klimaanlagen mit mehreren Hundert Arbeitsplätzen. Zudem gibt es seinen Worten zufolge neue Pläne für ein Einkaufszentrum auf der polnischen Seite der Doppelstadt.

In das Goldene Buch der Stadt Guben schreibt sich während des Festempfanges der Künstler Klaus Bramburger ein. In einer Laudatio würdigt Barbara Nix von der Gubener Kunstgilde das künstlerische Schaffen des 78-Jährigen, der einst in Gubin geboren wurde.

Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Anita Ziobrowska und Janusz Gajda. Das polnische Duo unterhielt das Publikum mit stimmgewaltigen Balladen und virtuosem Gitarrenspiel.