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| 02:37 Uhr

Eisiger Schock für Bärenklauer Schafhalter

Ein schockierendes Bild bot sich dem Bärenklauer Andreas Fiedler am Sonntagvormittag in seinem Schafsgehege.
Ein schockierendes Bild bot sich dem Bärenklauer Andreas Fiedler am Sonntagvormittag in seinem Schafsgehege. FOTO: utr1
Bärenklau. Es war ein Schock für den Bärenklauer Andreas Fiedler: Unweit seines Wohnhauses in Bärenklau waren zwei seiner Schafe getötet worden. Regelrecht zerfleischt lag ein Muttertier am Grenzzaun zum Wald.

Ein paar Meter weiter bot sich ihm eine große Blutlache. "Offensichtlich ist der Wolf über den 1,50 Meter hohen Zaun gekommen und hat sich an meinen Tieren vergangen", erzählt Fiedler. "Man sieht ganz deutlich den Kehlbiss", ergänzt er.

Offensichtlich habe der Wolf versucht, das Schaf mit in den Wald zu ziehen, was ihm aufgrund des Zaunes aber nicht gelang. Traurig steht der Bärenklauer vor einem toten Lamm. Das Jungtier war erst im Januar geboren worden. Ein weiteres Muttertier weist Verletzungen unterhalb des Halses auf. "Wahrscheinlich ist ihm da der Kehlbiss nicht gelungen, aber verletzt hat der Wolf das Tier trotzdem mächtig", so Fiedler.

"Was soll ich denn mit meinen Tieren machen, außer sie durch einen relativ hohen Zaun zu schützen", fragt sich der Schafhalter. Für die darauffolgende Nacht war es für ihn die einzige Konsequenz, seine Tiere im Stall zu lassen. Damit man ihm den Angriff durch den Wolf auch glaubt, hat er noch am selben Nachmittag drei Kameras in seinem Gehege angebracht und die zentrale Schadenshotline für Tierhalter angerufen.

Wolfsexperte Robert Franck sieht eine große Wahrscheinlichkeit, dass ein Wolf das Schaf riss. Die Fress - und Tötungsspuren seien wolfstypisch, so der Experte. Das Lamm sei vermutlich bei seiner Mutter geblieben und bei den Minustemperaturen am frühen Sonntagmorgen erfroren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Schafsgehege von Andreas Fiedler wieder vom Wolf aufgesucht wird, ist groß. In der Regel kommen Wölfe aber nicht zeitnah wieder. Dass der Wolf den etwa 1,50 Meter hohen Zaun überwand, ist für Robert Franck eher ungewöhnlich.

Robert Franck, der im Land Brandenburg Wolfsbeauftragter ist, rät Tierhaltern, sich bei mutmaßlichen Schäden durch den Wolf an die zentrale Schadenshotline zu wenden - Telefon 0172 5641700.