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| 13:12 Uhr

Guben
Einige Klarheiten zum Leben von Klaus Herrmann

Um die Biografie des Schriftstellers Klaus Herrmann drehte sich das Stadtwächterstündchen.
Um die Biografie des Schriftstellers Klaus Herrmann drehte sich das Stadtwächterstündchen. FOTO: Ute Richter
Guben. Auf die biografischen Spuren des in Guben geborenen Schriftstellers begab sich der Gubener Stadtwächter.

Zum traditionellen Stadtwächterstündchen hatte Stadtwächter Andreas Peter am Samstag in sein Stadtwächterstübchen eingeladen. Dieses Mal ging es um Neuigkeiten zum Leben und zur Familie des in Guben geborenen Schriftstellers Klaus Herrmann, die weder in Lexika, noch in der Magisterarbeit über ihn zu finden sind.

Auf Anregung des Gubener Günter Lohse machte sich Andreas Peter auf die Suche, da er in bisherigen Veröffentlichungen Ungereimtheiten in der Biografie des Schriftstellers fand. Andreas Peter zeigte an diesem Abend Beispiele für Kurzbiografien Klaus Herrmanns. Darin erscheint der Schriftsteller mal als Verlagslektor und mal als Verlagsdirektor der Zeitschrift „Die Bücherschau“. Was tatsächlich richtig ist, konnte Andreas Peter nicht aufklären.

Ganz anders die Veröffentlichungen zu den Studienrichtungen Klaus Herrmanns. Mal ist zu lesen, er habe Germanistik, Geschichte und Soziologie studiert. Im eigenen Lebenslauf schreibt Klaus Herrmann, er habe Philosophie und Volkswirtschaft studiert. Eine Recherche des Gubener Stadtwächters beim Bundesarchiv ergab, dass Herrmann ein Semester Philosophie in Berlin und ein Semester Jura in Jena studierte. Das ist jetzt belegt.

Eine Frage war auch: War Klaus Herrmann bei der Wehrmacht oder nicht? Ja, scheint er gewesen zu sein. Denn eine Auskunft von der WAST in Berlin bestätigt, dass es von ihm eine Erkennungsmarke der 2. Kompanie der Sanitätsersatzabteilung 3 gibt.

So konnten am Samstag zumindest einige biografische Ungereimtheiten um Klaus Herrmann ausgeräumt werden. Vor allem die falschen Angaben über den Tod des Vaters 1924, gar durch Selbstmord, sind eine Fiktion, wie die Todesanzeige des Anfang März 1914 verstorbenen Bruno Herrmann zeigte. Dass Klaus Herrmann drei ältere Brüder hatte, war ebenfalls völlig neu.

„Manchmal werden Angaben einfach nur übernommen, ohne zu prüfen. Es ist manchmal schwierig, nach so vielen Jahren noch korrekte Angaben herauszufinden, doch der Forscher muss es wenigstens versuchen“, so Andreas Peter.