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| 02:37 Uhr

Einfach mal Abtauchen in die Ruhe des Sees

Tauchlehrer Thomas Werner gibt Simon Peske (15) letzte Anweisungen für dessen ersten Tauchgang im Freiwasser.
Tauchlehrer Thomas Werner gibt Simon Peske (15) letzte Anweisungen für dessen ersten Tauchgang im Freiwasser. FOTO: zar1
Pinnow. Max Kiefer aus Forst wollte einfach mal ausprobieren. "Das Tauchen hat mich als Kind schon fasziniert. Es ist wie ein Eintauchen in eine andere Welt", erklärt der 26-Jährige seinen Entschluss zum ersten Tauchgang seines Lebens. zar1

Nach kurzer Einweisung durch Sven Kindermann vom Tauchclub Cottbus, und ordnungsgemäßer "Einkleidung" gingen beide ins etwa 20 Grad kalte Wasser des Pinnower Sees. "Es war schon ein tolles Erlebnis. Nur etwas kalt", gesteht Kiefer, als er sich nach etwa zehn Minuten schnell abtrocknet. Sein schlanker Körper war gezeichnet von der bis zu acht Kilogramm schweren Sauerstoffflasche und dem Bleigürtel. "Es ist anstrengend, aber doch faszinierend", gesteht er.

Frank Schwirner aus Guben taucht seit fast 40 Jahren. "Tauchen hat etwas von Schwerelosigkeit", schwärmt er. "Heute war es allerdings schlecht mit der Sicht", gibt auch er zu. Fische und Pflanzen konnte er sehen. Dass die Sicht am Samstag nicht so optimal war, könne am Regen der letzte Tage liegen, aber auch an Schwimmern, die den Seegrund aufgewühlt haben. Hechte, Aale, Krebse konnten die Taucher trotzdem beobachten.

Indessen wartet Annabelle Quappe aufgeregt auf Anweisungen. Die 20-jährige Gubenerin ist aufgeregt, sieht aber glücklich aus, als sie ein wenig später ein bisschen erschöpft aus dem Pinnower See stapft.

Bis zu fünf Meter tief kann im Pinnower See getaucht werden. Die Krautbänke mit den Fischen und deren Brut seien am interessantesten, sagt Yvette Schultz vom Tauchclub Guben. Das Interesse am Schnuppertauchen ist in jedem Jahr sehr groß. "Tauchen heißt Ruhe und abschalten können. Es ist ein einzigartiges Gefühl", betont sie. Wer tauchen möchte, muss einfach nur Freude am Wasser und Neugier mitbringen. "Allerdings sollten Ohren und Nase gut arbeiten - wegen des Druckausgleichs."