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Eine Peitzerin leitet in Guben jetzt Fachbereich Soziales

Mandy Große ist die neue Fachbereichsleiterin.
Mandy Große ist die neue Fachbereichsleiterin. FOTO: S. Halpick
Guben. Der Fachbereich Schulen, Jugend, Sport und Soziales am Gubener Rathaus hat ein neues Gesicht an der Spitze: Die 35-jährige Mandy Große leitet die Abteilung mit 18 Mitarbeitern seit Anfang Februar 2017. Die Peitzerin konnte sich gegen acht weitere Bewerber durchsetzen. Silke Halpick

"Ich freue mich auf die neue Herausforderung", sagt Mandy Große. Die ausgebildete Verwaltungsfachangestellte war zuletzt für den Landkreis Meißen (Sachsen) tätig und dort zuständig für die Bearbeitung von Klagen und Widersprüchen. Zuvor arbeitete sie sechs Jahre lang im Jobcenter des Landkreises Spree-Neiße in Forst. "Die Kreisverwaltung kenne ich sehr gut", sagt sie.

Neben ihrer beruflichen Tätigkeit absolvierte Mandy Große zwei berufsbegleitende Studiengänge: zum Verwaltungs-Betriebswirt (VWA) in Cottbus und anschließend zum Diplom-Betriebswirt (FH) an der Technischen Hochschule in Wildau (Dahme-Spreewald).

Die Aussicht, in ihre Heimat zurückzukehren, war für sie ein Grund für die Bewerbung, wie sie selbst betont. Die 35-Jährige wohnt mit ihrer Familie in Peitz, hier ist sie auch aufgewachsen. Über Guben sagt sie: "Ich war erstaunt, wie schön die Stadt und auch das Rathaus geworden sind." Fasziniert ist sie aber auch von der deutsch-polnischen Komponente der Doppelstadt.

Aktuell macht sich die neue Fachbereichsleiterin mit den neuen Aufgaben "vertraut". Sie absolviert viele Außentermine, um auch "die teilnehmenden Akteure" an Schulen, Kitas und anderen Einrichtungen kennenzulernen. Mit ins Amt bringt sie ihre Erfahrungen im Verwaltungsrecht, bei den Finanzen sowie im Umgang mit Menschen.

Seit Oktober 2016 war die Stelle des Fachbereichsleiters vakant, nachdem Vorgänger Stefan Müller seinen Stuhl geräumt hatte. Der Diplom-Betriebswirt arbeitet jetzt als Verwaltungsleiter an der Medizinischen Einrichtungsgesellschaft (MEG) des Naemi-Wilke-Stiftes in Guben. Sein Weggang kam damals für viele Gubener überraschend. Sein Vertrag als Fachbereichsleiter war auf nur zwei Jahre befristet, wie der amtierende Bürgermeister Fred Mahro erklärt. Der Vertrag mit Müller lief im Oktober 2016 "regulär" aus, wie es aus dem Rathaus heißt.

Erst im zweiten Versuch konnte die offene Fachbereichsleiterstelle nachbesetzt werden. Bei der ersten Ausschreibung gab es keine geeigneten Bewerber, sodass der Posten nochmals und diesmal bundesweit ausgeschrieben wurde. Zum Fachbereich gehört die Schulentwicklungsplanung, die Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, die Zusammenarbeit mit freien Trägern, aber auch der Betrieb und die Verwaltung kultureller Einrichtungen.