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| 02:35 Uhr

Eine kunterbunte Schule öffnet ihre Türen für alle

Anika Rühle (Mitte) verbrennt Magnesium und staunt über die grelle Lichterscheinung. Chemielehrerin Kerstin Gierloff (l.) erklärt ihr den chemischen Vorgang.
Anika Rühle (Mitte) verbrennt Magnesium und staunt über die grelle Lichterscheinung. Chemielehrerin Kerstin Gierloff (l.) erklärt ihr den chemischen Vorgang. FOTO: Jana Pozar/zar1
Guben. Die Europaschule in Guben hat am Samstag ihre Türen für potenzielle neue Schüler und Interessenten geöffnet. Zahlreiche Mädchen und Jungen mit ihren Eltern oder Großeltern schnupperten in den Fachkabinetten, informierten sich über Ganztagsangebote und den Schulalltag und versuchten sich an unterschiedlichen physikalischen und chemischen Experimenten. zar1

"Kommt her, traut euch", rief Kerstin Gierloff, Lehrerin für Chemie und Biologie, die jungen Besucher ins Chemiekabinett. Anika Rühle traute sich. Die Zwölfjährige verbrannte Magnesium über dem Brenner und staunte über die grelle Lichterscheinung. Lehrerin Kerstin Gierloff erklärte ihr den Vorgang. Bis jetzt sei Physik ihr Lieblingsfach, aber das könne sich noch ändern. Ab dem nächsten Schuljahr wird Anika jedoch im Gymnasium lernen. "Ihre Leistung sind gut. Sie wollte es so", sagte Mutter Daniela Rühle.

Franziska Lorenz (12) wollte genau wissen, was es an der Europaschule für Ganztagsangebote gibt. Sport mag sie, und Kochen. Beides wird in der Europaschule angeboten. Die Schülerin hat bereits die Bestätigung, dass sie ab dem neuen Schuljahr die Europaschule besuchen wird. Sie freut sich darauf. "Da kann ich endlich allein mit dem Fahrrad zur Schule", betonte sie. "Ich wollte, dass sich meine Tochter allein entscheidet. Die Europaschule ist toll", sagte Mutter Monique Lorenz. Vor allem, dass die Hausaufgaben in der Schule gemacht werden. "Wenn die Kinder dann Fragen haben, können die Lehrer gleich helfen", begründete sie. Dass die Lehrer immer hilfreich zur Stelle sind, bestätigte auch Anthony Falke. Der 14-Jährige besucht die 8. Klasse in der Europaschule und er fühlt sich in der Bildungseinrichtung wohl. "Die Lehrer nehmen sich Zeit für uns, für unsere Fragen und Probleme", sagte er. Außerdem gefällt dem Schüler, dass in den großen Pausen auch das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum gleich nebenan besucht werden kann.

Joana Wollermann hat glänzende Augen. Die 40-Jährige besuchte einst selbst die Europaschule. "Es hat sich so viel verändert. Es ist schön geworden. Von vielem konnten wir früher nur träumen", erzählte sie. Jetzt wird ihr Sohn Tobias bald dort lernen. Auf diese Zeit, das viele Neue, neue Lehrer und neue Freunde freue er sich schon.

"Wir sind eine Schule für alle. Wir sind bunt", betonte Schulleiterin Berit Kreisig. In der Europaschule werden Bildungsangebote auf verschiedenen Niveaustufen angeboten. "Wir gehen individuell auf die Schüler, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ein, fordern und fördern sie", so Kreisig.

"Alle Abschlüsse, bis auf das Abitur, können hier erreicht werden", sagte die Schulleiterin. In diesem Schuljahr wird in der Europaschule auch erstmals das Deutsche Sprachdiplom angeboten. "Fremdsprachige Schüler können in einer Prüfung zeigen, wie gut sie die deutsche Sprache beherrschen", erklärte Kreisig. In der Einrichtung lernen auch Schüler aus Polen, Syrien, Afghanistan, der russischen Föderation und anderen Ländern. Insgesamt gibt es 300 Schüler, darunter 72 fremdsprachige und 36 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.