Liane Macholdt und Uwe Sauer entschlossen sich daraufhin spontan, die Abschlussfahrt ihrer Klassen für dieses Jugendobjekt zu organisieren. Das ehemalige Ausbildungslager der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) war vor zwei Jahren von Grund auf saniert, modernisiert und rekonstruiert worden.
Was den Ausschlag gab war die Tatsache, dass ein mehrtägiger Aufenthalt im Majuwi preiswerter zu werden versprach als Reisen aus Katalogen. „Und im Hartz-IV-Zeitalter kam das vielen Eltern entgegen“ , sagt Lehrer Frank Roick, der ebenfalls an der Lehrerweiterbildung teilnahm. „Solche Klassenfahrten müssen jetzt auch immer mit Bildungsinhalten verbunden sein, und auch das wurde geschafft“ , ergänzt er. Jeder Schüler hatte auf einer bestimmten Seitenzahl einen Exkursionsbericht zu verfassen. Und das setzte voraus (selbst wenn daheim auch das Internet genutzt werden konnte), dass die Schüler bei den Exkursionen aufmerksam sein mussten.
Kristin Böhmer aus der Klasse 10/3 schrieb auf, wie ihre Gruppe die Fahrt erlebte:
Nach vielen Wochen der Planung erlebten wir eine Woche Unterricht auf eine andere Art, in einem anderen Ort und eine Woche Spaß mit Freunden.
Nach knapp sechs Stunden Busfahrt kamen wir am Ort unserer Wahl an. Die Zimmer waren schnell verteilt und die Umgebung schnell unsicher gemacht (typisch unsere Klassen eben!). So ging unser erster Tag weit weg von zu Hause schnell zu Ende.
Am Dienstag stand uns der erste große Ausflug bevor: eine Tour rund um Rügen. Diese Strecke bewältigten wir mit dem Bus, mit dem Boot und um uns besondere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anzusehen, natürlich zu Fuß. Zwar war dieser Tag sehr anstrengend, doch brachte er uns auch sehr viel Spaß.
Am Mittwoch unternahmen wir eine Stadtführung durch das Zentrum von Greifswald. Diese Führung war keineswegs öde und eintönig, nein, unser Stadtführer gestaltete sie sehr interessant. Doch der schönste Teil des Tages folgte noch: eine Shoppingtour! Diese löste wohl vorwiegend bei dem weiblichen Teil unserer Klasse große Begeisterung aus. Einige Stunden und viele Einkaufstüten später kamen wir ziemlich erschöpft in unserem Hotel an. Nach dem Abendbrot saßen wir mit Liane Macholdt und Andreas Proske zusammen, um den ersten Teil der Klassenfahrt auszuwerten und um Erlebnisse und Empfindungen auszutauschen.
Am Donnerstag machten wir unsere letzte Exkursion ins Max-Planck-Institut in Greifs wald. Dort wurden uns physikalische Vorgänge erläutert und ein Teil des Instituts vorgestellt. Ich denke, auch Schüler, die sonst weniger an Physik interessiert sind, konnten dort eine gewisse Begeisterung an den Tag legen.
Am Freitag war unsere Klassenfahrt an der Ostsee leider schon wieder am Ende. Nach dem Frühstück ging es mit dem Bus wieder nach Hause. Allen sind vor Erschöpfung die Augen zugefallen. Aber: Es hat sich gelohnt, wir hatten viel Spaß.