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| 18:48 Uhr

Kriminalität
Einbruch am Grießener Wasserkraftwerk

Beim Einbruch im November hatten Einbrecher die Tür am Wehr mitgenommen. Dieses Mal wurden die Schlösser aufgebrochen.
Beim Einbruch im November hatten Einbrecher die Tür am Wehr mitgenommen. Dieses Mal wurden die Schlösser aufgebrochen. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau
Grießen. Drei Vorfälle in zwei Jahren: Betreiber Siegfried Weber fordert mehr Polizeipräsenz zur Abschreckung im Ort.

Erneut haben Diebe Anfang der Woche versucht, in das Wehr am Wasserkraftwerk in Grießen einzubrechen. „Die Schlösser wurden aufgebrochen“, erzählt Betreiber Siegfried Weber. Gestohlen wurde dieses Mal aber nichts. „Vielleicht hat sie jemand gestört oder sie haben einen Schlag am Kabel bekommen“, mutmaßt Weber. Alleine in den vergangenen zwei Jahren gab es drei Einbrüche in die Anlage.

„Ich habe zunächst versucht, die Revierpolizei in Jänschwalde zu erreichen und dann das Ordnungsamt in Peitz“, sagt Siegfried Weber. Doch erst bei der Gubener Polizei fand er Hilfe. „Mir war es für die Kriminalitätsstatistik wichtig, den Einbruch zu melden“, sagt der Grießener. „Den Schaden muss ich wieder selber bezahlen.“ Die Kosten für eine Generalschließanlage beziffert er auf unter 100 Euro. Zwar haben die Beamten laut Pressesprecherin Ines Filohn eine Anzeige aufgenommen, aber Siegfried Weber hat wenig Hoffnung: „Da bekomme ich auch nur nach vier Wochen Post von der Staatsanwaltschaft, dass das Verfahren eingestellt wurde.“

So sei es auch nach dem Einbruch im vergangenen November gewesen. Buntmetalldiebe hatten am Wasserkraftwerk Zuleitungen, Abdeckungen und Kabel abmontiert und geklaut. Der Schaden belief sich auf rund 3000 Euro. „Das Objekt ist alleinstehend und daher ein einfaches Ziel für Diebe“, weiß Siegfried Weber. Er und der Grießener Ortsvorsteher Hartmut Fort fordern daher bereits seit längerem mehr Polizeipräsenz im Ort. „Regelmäßige Streifenfahrten würden Leute abschrecken, die etwas im Schilde führen“, findet der Betreiber.

Über das Wehr in Grießen wird die Wasserzufuhr für das Wasserkraftwerk reguliert. Rund 3,5 Millionen Kilowattstunden Strom werden hier pro Jahr erzeugt und ins öffentliche Netz eingespeist. Mehr als 1000 Haushalte können damit versorgt werden. Weber hatte das zu DDR-Zeiten stillgelegte Wasserkraftwerk nach der Wende erworben und wieder in Betrieb genommen. Heute sind Besichtigungen möglich. Auch im Fall eines Neiße-Hochwassers ist das Wehr wichtig. Mit der Anlage kann regulierend eingegriffen werden.

(mcz)