Das teilt Andreas Peter vom Niederlausitzer Verlag mit. Das Buch habe einen religiösen Hintergrund und erinnere gleichzeitig an zwei kirchliche Gubener Jubiläen. "Im Jahr 1519 fand das letzte Passionsspiel in Guben statt, und zehn Jahre später bekannten sich die Neißestädter einmütig zur evangelischen Religion", erläutert Peter.An der Klosterkirche tätigZu verdanken sei die historische Erzählung dem langjährigen Pfarrer an der Klosterkirche, Gustav Mix. Er wurde am 4. Dezember 1876 in Garchen, einem Dorf bei Köslin (Pommern), geboren und studierte in Halle an der Saale Theologie, um nach erfolgreicher Prüfung zwei Jahre als Hilfsprediger in Detmold (Lippe) tätig zu sein. Der Reichstagsabgeordnete, Gubener Landrat und Ehrenbürger der Neißestadt, Prinz Heinrich zu Schoenaich-Carolath (1852-1920), vermittelte ihm im Jahr 1904 die Pfarrstelle in Starzeddel, das damals zum Landkreis Guben gehörte. Von 1913 bis zu seinem Tod im Jahr 1943 war Mix Pfarrer an der Gubener Klosterkirche."Aus den 1920er-Jahren sind drei historische Erzählungen von ihm überliefert, deren jeweilige Handlung in Guben beziehungsweise dem Umland spielt", erklärt Peter. "Der Teufel in Guben" sei als erste und zugleich umfangreichste Erzählung erschienen und gehe auf das Jahr 1920 zurück. "Die Erzählung führt den Leser in das erste Drittel des 16. Jahrhunderts, das geprägt war durch die aufkommende Reformation und den Bauernkrieg. War von Letzterem im Gubener Umland kaum etwas zu spüren, so fanden die reformatorischen Ideen Martin Luthers hier recht schnellen und lebhaften Widerhall, wie Karl Gander in seiner ,Geschichte der Stadt Guben' darlegt. Bereits im Jahr 1529 fand die Reformation in Guben ihren erfolgreichen Abschluss damit, dass sich die gesamte Bürgerschaft am 25. März auf dem Marktplatz vor der Stadt- und Hauptkirche zur neuen Lehre Martin Luthers bekannte", erläutert Peter.Verbürgte TatsachenGenau zehn Jahre vorher sei es in der Neißestadt zu einem Aufsehen erregenden Zwischenfall beim alljährlichen Passionsspiel gekommen, das im Mittelpunkt der Erzählung stehe. Mix greife darin die spärlich überlieferten, jedoch historisch verbürgten Tatsachen und handelnden Personen auf und verbinde sie erzählerisch zu einem anschaulichen Panorama jener Zeit. Mit der Erzählung "Der Teufel in Guben" werde auch daran erinnert, dass es zwischen Martin Luther und der Neißestadt enge Beziehungen gab.Der Eintritt zur Buchvorstellung im Begegnungszentrum koste zwei Euro, heißt es abschließend. pm