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| 01:03 Uhr

Ein teuer erkämpfter Sieg

Handball.. Bereits zum zweiten Mal in der noch jungen Rückrunde hatten die Männer von Chemie Guben Heimrecht. Gast war diesmal die Vertretung aus Ortrand. Nach einer sehr dummen Hinspielniederlage galt es, das Ergebnis umzudrehen, um vorerst dem Abstiegskampf zu entkommen. (tw)

Chemie erwischte einen richtig guten Start. Bereits nach wenigen Minuten führte die Mannschaft mit 4:0. Grund dafür waren die konsequente Chancenverwertung und die erneut sehr starke Abwehr. Ortrand konnte nur aus schwierigen Positionen werfen und hatte gerade zu Beginn viel Pech mit zahlreichen Pfostentreffern.
Mit dieser sicheren Führung im Rücken ließ es sich gut spielen. Doch nach wenigen Minuten knickte Mike Raschke bei einer normalen Abwehrsituation um und verletzte sich so stark, dass er nicht mehr weiter machen konnte. Somit fehlte gerade im Angriff ein wichtiger Pfeiler im Gubener Spiel.
Diesen galt es nun zu kompensieren. Doch die Mannschaft brauchte einige Minuten, um mit der nötigen Umstellung klar zu kommen. Im Angriff stockte es nun ein wenig. Erst nachdem Ortrand auf 3:7 verkürzte, waren die Gubener wieder voll da. Nun waren es vor allem die Kreisläufer die das Spiel bestimmten. Immer wieder traf Andre Schneeweiß von rechtsaußen, und die Gubener Führung wuchs wieder. Bis zum 12:4 hatte Ortrand fast keine Chance mehr. Immer wieder wurde schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet und der Gegner nahezu überrannt.
Bis zum Pausenpfiff nahm Chemie ein wenig die Fahrt heraus und passte sich dem behäbigen Spiel der Gäste an. Diese verkürzten, doch Chemie führte zur Pause bereits sicher mit 12:7.
Zu Beginn der zweiten Hälfte schienen sich beide Mannschaften auf eine härtere Gangart geeinigt zu haben. In beiden Abwehrreihen wurde heftig ausgeteilt, und zahlreiche Zeitstrafen waren die Folge. Dabei verletzten sich dann auch noch Alex Proske im Gesicht und Paul Jente am Ellenbogen. Zwar konnten beide bis zum Ende weiterspielen, doch werden ihre Blessuren noch einige Zeit sichtbar bleiben.
Ortrand gelang im Angriff nicht mehr viel. Lediglich vom Siebenmeterpunkt waren die Gäste noch erfolgreich. Selbst in Überzahl trafen sie nicht. Chemie zog seine Kombinationen aus der Mitte heraus auf und schloss diese meist mit einem Torwurf ab. Wieder waren es die Kreisspieler, die den Vorsprung der Gastgeber vergrößerten. Mirko Friedack in der Kreismitte wurde immer wieder in Szene gesetzt und schloss erfolgreich ab. Die Gubener lagen Mitte der zweiten Hälfte mit 20:14 in Front.
Dann musste Ortrand seiner harten Spielweise Tribut zollen. Ein Spieler flog nach seiner dritten Zeitstrafe mit Rot vom Feld. Danach ging bei den Gästen noch weniger. Ihnen gelang es einfach nicht, an der guten Gubener Abwehr vorbeizukommen, oder sie scheiterten am Keeper. Die Chemiker hingegen nutzten jede Möglichkeit eiskalt aus. Selbst aus spitzestem Winkel wurde der Ball noch im gegnerischen Gehäuse untergebracht. Die Führung wurde auf 24:14 ausgebaut.
Der Trainer wechselte nun munter durch und gab jedem seiner Spieler die Möglichkeit, sich zu beweisen. Diese dankten es ihm. Jeder Feldspieler konnte am Ende einen erfolgreichen Torwurf verzeichnen.
Zu Hause scheint Chemie einfach einen Schalter umlegen zu können. Die Gubener gewannen am Ende sicher mit 29:15. Doch dieser Sieg ist in Anbetracht der Verletzungen teuer erkauft worden. Alle hoffen, dass einige der Verletzten sich bis zum nächsten Spiel am kommenden Wochenende erholt haben.