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| 02:37 Uhr

Ein Ständchen vom Nachtwächter

Die Schwierigkeiten beim Verständnis für bestimmte Spirituosen beginnen bereits bei der Schreibweise. Heißt es jetzt Whisky, Whiskey oder Whyski? Und wo kommt das Zeug bei welcher Schreibweise eigentlich her? Irland, Schottland, USA? Mancher hat schlicht das Gefühl, beim Nippen an hochwertigem Whiskey schlicht in ein Stück Seife zu beißen, während andere die Lippen spitzen und sich ein Strahlen in ihren Augen zeigt. jas jas red cw ten cw

Durch den ganzen Irrgarten des Whiskeys führt am heutigen Samstag Frank Pfitzmann vom Forster Manitu bei seinem Whiskey-Lounge-Abend. Pfitzmann muss sich auskennen, denn nach Gerüchten hat er 270 Sorten dieser geheimnisvollen Spirituose im Schrank stehen. Mancher sagt schließlich: Wer maßvoll Whiskey trinkt, wird 100 Jahre alt. Das Zeug heißt nicht umsonst übersetzt "Lebenswasser".

Wer in den Zirkus geht, der kann was erleben. Besonders dann, wenn es sich um einen so renommierten wie den Zirkus Aeros handelt. Doch die wahre Artistik zeigt sich nicht nur am Abend in der Manege. Staunen kann der Beobachter auch beim Aufbau der kleinen Zirkusstadt. Der Zirkus kommt zu einem Gastspiel nach Forst und wird ab 27. März Vorstellungen geben. Aeros will die Zirkusstadt nach eigenen Angaben in genau 2,5 Stunden errichten - eine logistische Meisterleistung. Immerhin wird ein Vier-Masten-Zirkuszelt aufgebaut. Mancher braucht für die Aufstellung seines Campingzeltes deutlich länger. Einen gigantomanischen Wettbewerb ruft die Zibb-Redaktion vom rbb-Fernsehen aus: Wo werden in diesem Sommer die größten Tomaten wachsen? Und was ist bei der Tomatenanzucht zu beachten? Janna Falkenstein am Mikro und Steffi Stoye hinter der Kamera suchten und fanden Rat bei Gartenfreund und rbb-Kollegen Hellmuth Henneberg, den sie in dieser Woche in seinem Garten in Sellessen besuchten. Hellmuth Henneberg war dabei, seine selbstgezogenen Fleischtomaten umzutopfen. Sein Tipp: "Gießen nur an der Wurzel, einmal guten Langzeitdünger geben und später regelmäßig ausgeizen. Ideal ist ein sonniger, möglichst überdachter Standort."

Eine schöne Überraschung erlebte die rüstige Spremberger Seniorin Gisela Mildner in dieser Woche zu ihrem 85. Geburtstag. An ihrer Geburtstagskaffeetafel erschien der singende Nachtwächter Kulke alias Hagen Rittel und bot ihr ein Ständchen dar. Und nicht nur das: Das Spremberger Original hatte sogar eine Strophe seines Liedes "Spremberg ist der Mittelpunkt der Welt" für die rührige und bis heute sehr sportliche Jubilarin umgeschrieben. Kulke besang darin, dass Gisela Mildner uneigennützig den Mittelpunktstein in der Stadt pflegt.

Der singende Nachtwächter zeigte den Geburtstagsgästen ein eingerahmtes Geldstück hoch. Die Zwei-Euro-Münze war vor knapp drei Jahren die einzige kleine Spende, die Nachtwächter Kulke nach seinem allerersten Liederstübchen im Sammelkorb vorfand. Das Geldstück stammte damals von Gisela Mildner. "Es ist meine Glücksmünze", verriet der singende Nachtwächter.

Wenn Landes- oder Bundespolitiker zu Besuch in die Provinz kommen, dann nehmen sie es mit der Uhrzeit nicht immer so ganz genau. Da müssen sich die Gastgeber schon mal auf eine halbe oder gar eine ganze Stunde Verspätung einstellen. Eine positive Ausnahme ist offenbar Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). Er erschien zu Wochenbeginn überpünktlich bei den Hobbywinzern in Grano. Für Vogelsänger eine Selbstverständlichkeit: "Ich bringe nicht gern den Zeitplan anderer Leute durcheinander", so seine Begründung.

Mit Fantasiefiguren wie dem "Pinselfußeichkater", der "Rosipalme" und einer bunten Mäusewelt sind drei Mädchen aus dem Kunstkurs der Musik- und Kunstschule Spree-Neiße ganz groß rausgekommen. Helena Hensel (10), Lisa Büttner (11) und Aimée-Celine Riemer (9) aus Spremberg haben mit ihren farbenprächtigen Collagen und Malereien die Jury der 18. Cottbuser Schüler-Kunst-Tage beeindruckt. In der Sparte Bildende Kunst erhielten sie für ihre eingereichten Bilder einen Preis - und Helena Hensel darüber hinaus auch noch das geflügelte Pferd, den hölzernen Pegasus.

Kreativtrainerin Susanne Kruse, die die Kunstkurse in Spremberg leitet, freute sich über den unverhofften Erfolg von Null auf Hundert. "Wir waren ja das erste Mal bei diesem Wettbewerb dabei und freuen uns, gleich zu den Preisträgern zu gehören", sagt die Grafikdesignerin sichtlich stolz.