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| 02:36 Uhr

Ein Ewersbach fürs Stadtmuseum

Heike Rochlitz (r.) freut sich über das Aquarell, auf dem die Gubiner Kirche von der Theaterinsel aus betrachtet zu sehen ist. Manfred Ewersbach (r.) spendet das Bild dem Museum.
Heike Rochlitz (r.) freut sich über das Aquarell, auf dem die Gubiner Kirche von der Theaterinsel aus betrachtet zu sehen ist. Manfred Ewersbach (r.) spendet das Bild dem Museum. FOTO: S. Halpick
Guben. "Wer einen Ewersbach besitzt, kann sich glücklich schätzen", sagt Heike Rochlitz, Leiterin des Stadt- und Industriemuseums in Guben. Anlass ist die Vernissage zur Jubiläumsausstellung des Taubendorfer Malers Manfred Ewersbach. Silke Halpick

Knapp eine Stunde nach dieser Äußerung hat auch das Museum einen.

"Keine Ausstellung ist mir so leicht gefallen wie diese", räumt Manfred Ewersbach ein und dankt der Museumschefin ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit vor rund 100 geladenen Gästen. Viele davon kommen aus Taubendorf. In dem Dorf am Tagebaurand lebt auch der Künstler, der erst kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte.

Als "besessen von seiner Kunst" beschreibt Dr. Hartmut Schatte in seiner Laudatio den Maler, dessen Werke mitunter sogar schöner seien, als die Natur es herzugeben vermag. Manfred Ewersbach sei zwar kein Berufskünstler, aber ein Profi, betont Schatte. Der gebürtige Berliner arbeitete ab 1965 als Biologie- und Chemielehrer in Guben. Er leitete zu DDR-Zeiten einen Malzirkel im Chemiefaserwerk. 1991 gehörte er zu den Mitbegründern der Gubener Kunstgilde, "ohne die man sich Guben gar nicht vorstellen kann", wie Schatte sagt. Für ihn ist Ewersbach vor allem auch ein "sozialer Maler", der sein Wissen gern weitergibt.

Seine Werke kommen "nicht durch die Hintertür, sondern durch den Haupteingang", betont Schatte. In den Bildern stecke Poesie, ein starker Heimatbezug und nie etwas Schrilles oder Provozierendes. Dem stimmt der Künstler uneingeschränkt zu.

Die Jubiläumsausstellung zeigt 60 Bilder von Ewersbach aus insgesamt 54 Schaffensjahren. Darunter sind ganz frühe Werke, aber auch das Ölgemälde "Unterhaltung am Dreieck" aus dem Jahr 1996. Der darauf verewigte Woyski-Brunnen steht heute nicht mehr.

Die Sonderschau ist noch bis zum 17. September 2017 zu sehen - jeweils dienstags bis freitags von 12 bis 17 Uhr, sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr. Am Samstag und Montag hat das Stadt- und Industriemuseum geschlossen.