| 02:37 Uhr

Ein Blick hinter die Kulissen des Gubener Gymnasiums

Wilhelm Jahn (r.) löste die Aufgaben in den einzelnen Unterrichtsfächern problemlos.
Wilhelm Jahn (r.) löste die Aufgaben in den einzelnen Unterrichtsfächern problemlos. FOTO: utr1
Guben. Einen Einblick in den Schulalltag des Pestalozzi-Gymnasiums konnten sich am Samstag Mädchen und Jungen der Grundschulen mit ihren Eltern verschaffen. Beim Tag der offenen Tür standen Lehrkräfte aller Fachbereiche, Schülerinnen und Schüler sowie Elternvertreter für alle Fragen der potenziellen Schulanfänger auf der weiterführenden Schule zur Verfügung. utr1

"Mit dem Tag der offenen Tür wollen wir den Familien die Entscheidung erleichtern, für ihr Kind die richtige weiterführende Schule zu finden", so Schulleiterin Stefanie Kletzke.

66 Hostessen aus den Klassen sieben bis zwölf führten die Interessenten durch das Gebäude. Vorausgegangen war diesem offenen Schultag bereits ein Schnuppertag in der vergangenen Woche, wo Mädchen und Jungen aus beiden Gubener Grundschulen sowie aus Grano und Peitz teilgenommen hatten. Daran hatte auch der Friedensschüler Wilhelm Jahn teilgenommen, denn für ihn steht es schon fest, dass er das Gubener Gymnasium besuchen wird, denn seine Noten seien sehr gut. Deshalb hat er auch problemlos das Englischquiz gelöst, das die Gymnasiasten vorbereitet hatten. Ganz neugierig schaute er sich die Auslagen im Raum beim Lateinunterricht an. Sophie Pittel und Niclas Piatkowski aus der 11. Klasse erzählten, dass man Latein ab der neunten Klasse als dritte Fremdsprache wählen und dafür in der elften Klasse dann Polnisch oder Französisch abwählen kann. "Für das Medizinstudium ist das beispielsweise von Relevanz", wissen die Gymnasiasten.

Im Physikraum zeigte Moritz aus der elften Klasse Experimente der unterschiedlichen Klassenstufen. Die zukünftigen Schüler sahen, wie man einen Schaltkreis baut, wie sich Licht vermischt oder wie eine Impulsübertragung funktioniert. Nathalie Slawicka hat für die Entscheidung zum Schulwechsel noch etwas Zeit, wollte sich aber trotzdem schon informieren. Für die Fünftklässlerin an der Corona-Schröter-Schule ist das Gubener Gymnasium nur eine Option neben dem Rahn-Gymnasium Neuzelle und dem Gymnasium in Forst. "Aber das ist richtig schön hier. Tolle Angebote", fand Natalies Mutter.

Lehrer Andreas Proske informierte über das Intranet des Gymnasiums, welches es seit 2012 an der Schule gibt. Dort können sich Schüler und Lehrer beispielsweise über Stundenausfall und Vertretung, aber auch über Unterrichtsaufgaben informieren.

Präsentiert hat sich auch die Schülerfirma des Gymnasiums. Mit ihrem Weinbau hatte sich die einstige Arbeitsgemeinschaft Weinbau zu einer echten Schülerfirma hochgearbeitet und schon mehrere Preise abgeräumt. Lukas Pusch aus der zwölften Klasse erzählte, dass die Firma derzeit zwölf Mitglieder mit Abteilungen wie Produktion, Marketing und Entwicklung, Finanzen und Verwaltung sowie der Geschäftsführung hat. Fünf der sieben Angestellten verlassen in diesem Jahr nach dem Abitur die Schule und die Firma. Nachwuchs ist also gefragt.