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| 15:59 Uhr

Austausch
„Eigentlich haben wir einen Pool zu viel“

Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro zusammen mit Günter Quiel, Gubins Bürgermeister Bartlomiej Bartczak und Krzysztof Zdobylak (v.l.n.r.) bei der konstituierenden Sitzung der Kommission „Eurostadt Guben-Gubin“.
Gubens amtierender Bürgermeister Fred Mahro zusammen mit Günter Quiel, Gubins Bürgermeister Bartlomiej Bartczak und Krzysztof Zdobylak (v.l.n.r.) bei der konstituierenden Sitzung der Kommission „Eurostadt Guben-Gubin“. FOTO: Stadt Guben
Gubin. Die gemeinsame deutsch-polnische Kommission sieht Potenzial für Kooperationen.

Die gemeinsame Kommission der Eurostadt Guben-Gubin hat sich in ihrer Sitzung am Dienstag über die Finanzstruktur der jeweils anderen Stadt informiert. Für das Jahr 2018 plant die Stadt mit Erträgen in Höhe von insgesamt 31 890 000 Euro, gleichzeitig rechnet Guben mit Aufwendungen von 32 704 700 Euro. „Daran lässt sich ableiten, dass wir mit mehr Aufwendungen als Erträgen planen“, so Gubens Kämmerer Björn Konetzke. Die wichtigsten Erträge der Stadt seien die  Schlüsselzuweisungen und die Steuern. Die zwei größten Posten bei den Aufwendungen machen mit jeweils rund acht Millionen Euro die Kreisumlage und die Personalaufwendungen aus. „Für 2018 haben wir die Marke für Investitionskredite bei zehn Millionen Euro gesetzt, da wir unseren Kindern keine Schulden hinterlassen wollen“, sagt Björn Konetzke. Durch das Haushaltssicherungskonzept hofft Guben, im Jahr 2020 keine roten Zahlen mehr zu schreiben.

Auch im Gubiner Rathaus werden aktuell keine schwarzen Zahlen geschrieben. „Wir haben Erlöse in Höhe von 69,2 Millionen Zloty, Aufwendungen von rund 74,3 Millionen Zloty und Investitionen von rund 12,8 Millionen Zloty“, erklärt die Gubiner Schatzmeisterin Edyta Smiejan. Ein Zloty entspricht dabei in etwa 23 Cent. „Ein Viertel der Aufwendungen geht in die Bildung. Auf Platz zwei folgt die Sozialhilfe“, so Smiejan. Auch Gubin hat eine Art Haushaltssicherungskonzept: „Unsere Verschuldungsprognose läuft bis 2033.“ Anders als Guben bekommt die Stadt keine Zuwendungen vom Landkreis, muss dafür aber auch keine Kreisumlage zahlen.

Die Vertreter beider Seiten sehen Potenzial für Kooperationen: Guben bezahlt jährlich 926 000 Euro für seine Bäder und Gubin 1,5 Millionen Zloty für die Schwimmhalle. „Eigentlich haben wir einen Pool zu viel“, findet Gubins Bürgermeister Bartlomeji Bartczak . Auch Gubens Bürgermeister sieht hier Ausbaupotenzial. Als ersten Schritt schlägt Fred Mahro vor, aufgrund der ähnlichen Zeitstruktur beim Haushalt bereits in den Finanzausschüssen über die Pläne in der anderen Stadthälfte zu informieren.

(mcz)