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| 18:15 Uhr

Viel Geld und Zeit investiert
Ehepaar fürchtet um Bungalow

Der Bungalow von Adelheid und Eberhard Dahme in Kaltenborn verfügt über einen Keller und einen Wintergarten.
Der Bungalow von Adelheid und Eberhard Dahme in Kaltenborn verfügt über einen Keller und einen Wintergarten. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Kaltenborn. Hauptausschuss lehnt Kauf mehrfach ab. Nun befasst sich die Stadtverordnetenversammlung mit der Petition.

Adelheid und Eberhard Dahme machen sich Sorgen um ihren Besitz. Die beiden Gubener haben im Seeweg in Kaltenborn einen Bungalow. „Die Zehn-Jahres-Pacht läuft im kommenden Jahr aus“, erzählt Eberhard Dahme. „Unsere Tochter will den Bungalow eines Tages übernehmen. Um das zu sichern, wollten wir das Grundstück kaufen.“

Viermal hat sich der Hauptausschuss schon mit ihrem Kaufantrag befasst. „Doch jedes Mal wurde der Verkauf ohne Angabe von Gründen abgelehnt“, sagt Adelheid Dahme. „Ich verstehe das nicht.“

Das Ehepaar arbeitet seit 1980 an dem Bungalow. „Wir haben all unser Geld und unsere Zeit in ihn investiert, daher wollen wir unseren Besitz jetzt sichern“, so Eberhard Dahme. Er hat die Befürchtung, dass die Pacht nicht verlängert wird und er sein Lebenswerk abreißen muss. Der Bungalow verfügt über 44 Quadratmeter, ist unterkellert und hat einen Wintergarten, daher schätzt Eberhard Dahme seinen Wert auf 50 000 Euro. Vor zwei Jahren hat das Ehepaar das angrenzende Grundstück gekauft. „Wir sind nun unabhängig vom Verein“, erklärt Eberhard Dahme. „Wir gelangen über einem Privatweg an unser Grundstück und haben eine eigene Strom- und Wasserversorgung.“ Eine Grube zur Entsorgung des Abwassers will das Ehepaar in diesem Jahr in Angriff nehmen.

Damit sich die Stadtverordneten ein Bild von der Lage machen können, hatte das Ehepaar um einen Vor-Ort Termin gebeten. „Doch dieser wurde abgelehnt, weil es vor zehn Jahren eine Begehung gab“, sagt der Rentner. „Dabei sind die Begebenheiten heute ganz andere.“ Er hat den Eindruck, dass der Hauptausschuss „nach Nase und nicht nach Sachlage“ entscheidet und hat sich in seiner Ratlosigkeit an den Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Schulze (CDU) gewandt. „Er unterstützt uns und hat auch mit dem Bürgermeister gesprochen.“

Da die Anfrage im Hauptausschuss nicht öffentlich behandelt wurde, kann die Stadtverwaltung in Rücksprache mit dem amtierenden Bürgermeister Fred Mahro allerdings keine Auskunft zu dem Fall geben. Herbert Gehmert, der Vorsitzende des Hauptausschusses, teilt auf Nachfrage mit, dass sich das Ehepaar Dahme mit einer Petition an die Stadtverordnetenversammlung gewandt hat. In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am heutigen Mittwoch soll dazu ein Beschluss gefasst werden.

Bei Anruf: Reporter 4c
Bei Anruf: Reporter 4c FOTO: Janetzko, Katrin / LR