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| 17:43 Uhr

Feierlich enthüllt
Dritte Grenzrose steht auf der Theaterinsel

 Die dritten Grenzrose der Doppelstadt Guben-Gubin steht am hinteren Ende der Theaterinsel. In Forst gibt es insgesamt neun Grenzrosen.
Die dritten Grenzrose der Doppelstadt Guben-Gubin steht am hinteren Ende der Theaterinsel. In Forst gibt es insgesamt neun Grenzrosen. FOTO: Ute Richter
Gubin. Heimatbund tritt als Förderer auf. Schon 2018 war eine Rose an der Alten Poststraße aufgestellt worden.

Die Doppelstadt Guben-Gubin hat am Samstag ihre dritte Grenzrose auf dem Nordteil der Gubiner Theaterinsel bekommen. Grenzrosen, Kunstwerke des Essener Künstlers Thomas Rother, säumen die Grenze zwischen Deutschland und Polen. Als geschichtsträchtiger Anlass wurde am Samstag der Beitritt Polens zur Europäischen Union vor 15 Jahren gewählt.

Mit dem Projekt des Essener Künstlers Thomas Rother möchten die Initiatoren zum 15. Jahrestag des Beitritts Polens in die Europäische Union für eine gemeinsame Entwicklung der Stadt in zwei Ländern werben. Symbolisch sollen diese Rosen an Grenzen Deutschlands ein Zeichen für Völkerverständigung und Frieden setzen. Nicht umsonst will der Essener Künstler Thomas Rother mit diesen Rosen aus Stahl der Opfer des Zweiten Weltkrieges gedenken. Er sieht die Skulpturen als Versöhnungsgeste mit dem Aufruf „Blumen statt Waffen“. Zwei Grenzrosen gibt es bereits in der Europastadt – eine auf dem Gubener Dreieck und eine vor der Stadtverwaltung in Gubin. Sie waren im vergangenen Jahr  aufgestellt worden.

Gesponsert wurde diese dritte Grenzrose vom Gubener Heimatbund, der sich am Wochenende in Guben traf. Dessen Vorsitzende Margit Geike sagt: „Das ist eine gute Sache, deshalb haben wir gar nicht lange überlegt, als die Anfrage kam. Blumen statt Waffen passt genau in das Konzept unseres Vereins.“ Erst 2018 im Rahmen des jährlichen Bundestreffens des Heimatbundes war an der Alten Poststraße ein Gedenkstein eingeweiht worden. Dieser soll an die vielen Gubener, die 1945 östlich der Neiße  vertrieben wurden, erinnern. „Mit der Grenzrose nun setzen wir einen weiteren Baustein unserer Arbeit“, so Margit Geike. Deshalb passte der Termin der Einweihung der Grenzrose auch gut zum Termin des diesjährigen Bundestreffens des Heimatbundes, bei dem am Wochenende rund 70 ehemalige Gubener aus ganz Deutschland an die Neiße kamen.