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| 02:35 Uhr

Drei Apfelbäumchen für Gubener Königinnenkinder

Mit drei Apfelbäumchen ist am Sonnabendvormittag in der Gubener Kleingartenanlage "Am Wasserwerk" der Grundstock für einen Schaugarten der Pomologischen Gesellschaft zu Guben gelegt worden. Zwei ehemalige Gubener Apfelköniginnen haben mit ihren Familien die Bäumchen am Ferdinand-Winkler-Parkweg gepflanzt. Von barbara remus

Wie eine Wüstenei hat am Sonnabend noch der Kleingarten ausgesehen, der sich an der Gubener Friedensstraße/Ecke Ferdinand-Winkler-Parkweg befindet. Am Weg zwischen den Gartenanlagen "Am Wasserwerk" und "Süd-West" waren jedoch Pflanzlöcher ausgehoben worden - für drei neue Apfelbäumchen. Diese wurden am Sonnabend von den Familien der beiden einstigen Gubener Apfelköniginnen Corinna Hänschen und Katharina Fitzschka für ihre Kinder Jupp (neun Monate), Emilie (3 Jahre) und Paul (knapp ein Jahr) gepflanzt. Günther Lohse, 1. Vorsitzender des Verbandes der Gubener Kleingärtner Guben und Umgebung, erklärte dazu, dass dieser zugewucherte Garten durch die Pomologische Gesellschaft zu Guben von der Kleingartenanlage "Am Wasserwerk" gepachtet wird und wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Vorgesehen sei, in diesem künftigen Schaugarten alte Gubener Apfel-, Kirschen- und Birnensorten zu pflanzen. Ein Schaugarten am Ferdinand-Winkler-Parkweg solle so nach und nach entstehen. Als nächstes werde ein Insektenhotel aufgestellt.

Lohse hob hervor, dass eine Baumpflanzung wie die jetzige erstmals in gesicherter Lage, hinter einem Zaun, erfolge. Papa und Tochter im EinsatzEmilie half Papa Sebastian Freyer schon ein bisschen beim Pflanzen ihres Baumes. Bruder Paul schaute in Mama Katharinas Armen ganz interessiert zu. Und auch Jupp verfolgte wachen Auges, wie Papa Frank Jahn sich beim Pflanzen schaffte. Nun reihen sich die drei Apfelbäumchen unterschiedlicher Sorten entlang des Weges. Zu Wochenbeginn sollen die drei Bäumchen eine Stütze bekommen, versicherte Günther Lohse. Später sollen die Bäume mit Tafeln versehen werden, auf denen die Namen der drei Kinder und ihre Geburtsdaten stehen. Die gepflanzte Apfelsorte Pia sei eine Neuzüchtung aus Pillnitz. Die Warraschke stamme aus dem Gubener Finkenhebbel. Vor einem Jahr sei das Reis in Zusammenarbeit mit dem Gartencenter Pusch zur Pfropfung in eine Baumschule gegeben worden. Da es auf ein relativ hohes Stämmchen gepfropft worden sei, habe das Bäumchen bereits jetzt gepflanzt werden können.

Diese Aktion nimmt eine Tradition wieder auf, die im vergangenen Jahr beim 3. Gubener Apfeltag nach mehrjähriger Unterbrechung aufgenommen worden war. Denn im Juli dieses Jahres waren 14 Apfelbäumchen im Pomologischen Garten an der Platanenstraße von unbekannten Tätern geköpft worden. Diese mutwillige Zerstörung hatte die Organisatoren bislang von weiteren Aktionen abgehalten. Idee einer ApfelköniginAls Ersatz war in diesem Jahr beim 4. Gubener Apfeltag ein Wallnusbaum als Hausbaum auf das Gelände der Kita "Musikspielhaus" gepflanzt worden (die RUNDSCHAU berichtete). Die Idee, für neugeborene Gubener Apfelbäume zu pflanzen, hatte vor fast zehn Jahren die damalige 4. Gubener Apfelkönigin Ines Mohs. Anfang März des Jahres 1999 hatten im Gubener Naemi-Wilke-Stift der damalige Bürgermeister Gottfried Hain und die Apfelkönigin Ines Mohs den jungen Eltern Simone Schulze und Jens Weigel des damals siebenjährigen David und der fünf Wochen alten Alina das erste Apfelbäumchen überreicht. Wenig später pflanzten es Jens Weigel und sein Vater Heinz in der Kleingartenanlage "Am Fließ" an der Cottbuser Straße in den Garten Nummer 47.

Inzwischen hat die Familie ein weiteres Kind. Den Garten haben die Großeltern vor einiger Zeit jedoch abgegeben.