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Don Kosaken bringen russische Seele nach Guben

Die Don Kosaken begeistern mit ihrem Konzert das Publikum in der Gubener Klosterkirche.
Die Don Kosaken begeistern mit ihrem Konzert das Publikum in der Gubener Klosterkirche. FOTO: Ute Richter/utr1
Guben. Voll auf ihre Kosten sind am Freitagabend Freunde kräftiger Männerstimmen und Liebhaber der oft beschworenen "russischen Seele" in der Gubener Klosterkirche gekommen. Der weltberühmte Don Kosaken-Chor um Maxim Kowalew steht in der Tradition des alten Russlands. Ute Richter

Wenn die russischen Melodien erklingen, wird man zurückversetzt in die Atmosphäre jenes alten Russlands, das oftmals vergessen wird.

Und genau dieses Feeling brachten die Sänger ins Gubener Gotteshaus - nur mit ihren Stimmen. Ihr umfangreiches Repertoire umfasst anspruchsvolle russische Vokalmusik. Die Musiker spannen den Bogen zwischen der mit melancholischer Intensität vorgetragenen russisch-orthodoxen Sakralmusik in der ersten Hälfte des Konzertes und den russischen Volksweisen in der zweiten Hälfte. Die zahlreichen Zuhörer honorierten die Präsentationen mit lang anhaltendem Applaus.

Bereits in seiner Kindheit kam Maxim Kowalew mit Musik in Berührung und entwickelte schnell eine Leidenschaft dafür. Als Sohn eines russischen Pianisten und einer deutschen Gesangslehrerin war er sensibilisiert für die verschiedenen Kulturen. Schon im Alter von sechs Jahren spielte er Geige. Durch seine klassische Gesangsausbildung fand er den Weg in verschiedenste Chöre. Anfang der 1980er-Jahre sang er nicht nur in West-Europa, sondern auch in den USA und Israel, unter anderem im Ural- und Wolga Kosaken Chor. Gemeinsam mit jungen, begabten Künstlern steht er nun auf der Bühne und erhält die russische Tradition weiterhin aufrecht und gibt neuen Talenten das Erbe weiter.