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Dok-Film "Brückenjahre" wird gedreht

FilmemacherPeter Benedix
FilmemacherPeter Benedix FOTO: privat
Kerkwitz. Der Dokumentarfilm "Brückenjahre" über die vom Tagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Dörfer Kerkwitz, Atterwasch und Grabko kann gedreht werden. Die für die Produktion notwendigen 25 000 Euro sind im Rahmen einer Spendenaktion zusammengekommen. sha

Darüber informiert Filmemacher Peter Benedix. Beteiligt haben sich insgesamt 246 Geldgeber. Am Ende der Aktion standen 25 134 Euro auf dem Konto des Filmteams. "Ich bin überglücklich, wenn ich könnte, würde ich mich bei jedem Spender persönlich bedanken", so Benedix.

Das Filmprojekt stand nach fünf Jahren Vorarbeit im Januar 2014 vor dem Aus. Damals standen lediglich 3000 Euro zur Finanzierung der Produktion bereit. Die Sponsorensuche erwies sich zunächst als schwierig, weil kein Geld von Interessengruppen wie der Bergbauindustrie oder Umweltverbänden angenommen wurde. Das kontroverse Thema "Energie kontra Heimat" soll unabhängig umgesetzt werden, so das Credo des Filmteams.

50 Prozent der privaten Geldgeber und Sponsoren aus der Wirtschaft haben ihre Spende dem Filmemacher "frei" zur Verfügung gestellt. Die andere Hälfte hat sich über die Internet-Spenden-Plattform www.startnext.de beteiligt. Für sie gibt es variierend nach Höhe des eingezahlten Betrages eine Gegenleistung. "Bei 1000 Euro drehen wir beispielsweise einen Imagefilm", sagt Benedix. Das Angebot interessierte insbesondere Unternehmen. Teilweise hohe Spenden kamen aber auch von Einzelpersonen.

Im April und Mai 2014 will der Berliner Filmemacher noch einmal in die Region kommen, um die Dreharbeiten vor Ort abzuschließen. Im September soll der Dokumentarfilm "Brückenjahre" fertiggestellt sein. Den Vorgänger "Heimat auf Zeit" haben mehr als 40 000 Zuschauer gesehen. Er lief bei der Dok Leipzig und beim Max-Ophüls-Festival.