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| 16:51 Uhr

Ina im Gespräch
Diskussion zur Zukunft der Internationalen Naturausstellung

Lieberose. Förderverein lädt sich Landtagspolitiker ein.

Mit der Zukunft des Nationalparkes Lieberoser Heide will sich der gleichnamige Förderverein am Mittwoch, den 7. August, beschäftigen. Dazu soll es einen öffentlichen Austausch mit Vertretern verschiedener Parteien geben. Vereinsvorsitzende Isabell Hiekel aus Byhleguhre konnte sich über Zusagen von fast allen angefragten Parteien freuen. Neben Sascha Philipp (SPD) und Benjamin Raschke (Bündnis 90/Die Grünen) werden auch Monika von der Lippe (Die Linke), Olaf Schulze (CDU) und Christoph Berndt (AfD) an der Diskussion in der Darre im Schlosshof 3 in Lieberose teilnehmen. Beginn ist um 18 Uhr

„Die 25 000 Hektar unzerschnittene Landschaftsvielfalt sind ein einzigartiger Naturschatz“, sagt Hiekel. An Superlativen mangelt es nicht. Das Gebiet weist eine Größe von rund 255 Quadratkilometer auf und war der größte militärische Übungsplatz der sowjetischen Truppen in Ostdeutschland. Die Lieberoser Heide hat eine Vielzahl wertvoller Lebensräume, von der Wüste im Osten, über Heideflächen und Wälder bis hin zu über 100 Waldmooren.

Seit 2018 erlangte die Region traurige Berühmtheit aufgrund häufiger Waldbrände. Dabei sucht die Unzerschnittenheit, die Ungestörtheit und die Vielfalt des Gebietes in der Kombination und Größe in Deutschland ihresgleichen. Doch wie soll dieser Schatz weiter entwickelt werden? Wie stehen die einzelnen Parteien zum Großprojekt einer Internationalen Naturausstellung Lieberoser Heide (Ina) und welche Unterstützung kann man von den künftigen Abgeordneten im Brandenburger Landtag erwarten? Diese und weitere Fragen werden an dem Abend diskutiert.

Fortschritte gibt es schon zu vermelden: So wird der Bund im Rahmen des Kohleausstiegs einen Aussichtsturm, den Heideradweg oder die Teil-Entmunitionierung der Lieberoser Heide finanzieren. Entsprechende Erklärungen finden sich bereits im Abschlussbericht der Kohlekommission.

Auf Bundesebene wird aktuell an einem Gesetz gearbeitet, damit das Geld auch in die Region fließen kann. Hiekel weist aber darauf hin, dass es trotz Willensbekundungen der Landesregierung zur Ina bisher keinen  eigenen Haushaltstitel zur stetigen Finanzierung des Projektes gibt.

Nach derzeitigem Planungsstand soll die Ina im Jahr 2022 eröffnet werden.

(red/sha)