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Direktkandidaten diskutieren in Guben

An der Diskussion in der Alten Färberei nahmen Ulrich Freese, Birgit Kaufhold, Klaus-Peter Schulze und Marianne Spring-Räumschüssel teil.
An der Diskussion in der Alten Färberei nahmen Ulrich Freese, Birgit Kaufhold, Klaus-Peter Schulze und Marianne Spring-Räumschüssel teil. FOTO: Zeidler
Guben. Thomas Laugks und Oskar Starick vom Kinder- und Jugendbeirat der Stadt fühlen Politikern in der Alten Färberei auf den Zahn. Michèle-Cathrin Zeidler

Was sind ihre politischen Themenschwerpunkt? Wie soll sich die Bildungslandschaft entwickeln und wie stehen Sie eigentlich zu einem BAföG unabhängig vom Gehalt der Eltern? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen Thomas Laugks und Oskar Starick vom Kinder- und Jugendbeirat Guben bei der Podiumsdiskussion am Montagnachmittag die Direktkandidaten vom Wahlkreis 64 - Stadt Cottbus und Landkreis Spree-Neiße - aus der Reserve locken wollten.

Insbesondere für Erstwähler hatte der Beirat die Diskussion, an der Klaus-Peter Schulze (CDU), Ulrich Freese (SPD), Birgit Kaufhold (Die Linke) und Marianne Spring-Räumschüssel (AfD) teilnahmen, organisiert. Aufgrund einer Exkursion fanden allerdings nur wenige Schüler den Weg in die Alte Färberei, aber einige Gubener zeigten sich interessiert an der Debatte. Dort erfuhren sie, dass sich Ulrich Freese in der nächsten Legislaturperiode für die wirtschaftliche Entwicklung starkmachen will. "Wir müssen die Infrastruktur verbessern und in die Bildung investieren", so der SPD-Kandidat, der 1990 in die Lausitz kam. "Bildung muss von der Kita, über die Schule bis hin zum Studium oder dem Meisterbrief gebührenfrei sein." Birgit Kaufhold will sich hingegen im Bundestag besonders für den Frauenanteil und die Vermögenssteuer starkmachen. Marianne Spring-Räumschüssel will die Einführung der direkten Demokratie sowie einen anderen Verteilerschlüssel für Gelder vorantreiben. Zwischen Ulrich Freese und Klaus-Peter Schulze gab es viele inhaltlich Überschneidungen, denn auch der CDU liegt die Bildung am Herzen. "Wir müssen die BTU wieder voranbringen, denn seit der Fusion gibt es 1500 Studenten weniger", betont Klaus-Peter Schulze.

Thomas Laugks hofft, mit der Diskussion die Gubener zum Wählen animieren zu können. "Die Direktkandidaten sind uns bei diesen Wahlen am nächsten und über sie können wir die Politik mitgestalten", betont der Vorsitzende des Kinder- und Jugendbeirats.

Porträts zu allen Direktkandidaten vom Wahlkreis der Stadt Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße gibt es im Internet unter www.lr-online.de/bundestagswahl .