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Die Reformation in Guben als eine Neuauflage

Beim 8. Stadtwächterstündchen stellte Verleger Andreas Peter sein neues Buch "Die Reformation in Guben – Die Geschichte der Klosterkirche" vor. Darin sind neu aufgelegte Texte von Gustav Mix.
Beim 8. Stadtwächterstündchen stellte Verleger Andreas Peter sein neues Buch "Die Reformation in Guben – Die Geschichte der Klosterkirche" vor. Darin sind neu aufgelegte Texte von Gustav Mix. FOTO: utr1
Guben. Anlässlich des Reformations-Jubiläums war es Zeit für ein neues Buch: Nach der historischen Erzählung "Der Teufel in Guben" hat Andreas Peter ein zweites Buch des langjährigen Pfarrers der Klosterkirche, Gustav Mix, neu aufgelegt. Präsentiert wurde es zum 8. Stadtwächterstündchen am Samstag. utr1

Mix beschäftigte sich unter anderem mit der Reformation in Guben und so führt seine historische Erzählung "Der Teufel in Guben" zurück in das erste Drittel des 16. Jahrhunderts. Die Ideen der Reformation spalteten die Einwohner in Befürworter und Gegner. Ihren dramatischen Höhepunkt fanden die Auseinandersetzungen beim Passionsspiel 1519 auf dem Marktplatz. Rätselhafte Vorgänge ließen die Gäste erschauern. Einfühlsam und lebendig schildert Gustav Mix in diese Erzählung die Zeitumstände und handelnden Personen.

Das neu erschienene Buch enthält zwei weitere wichtige Schriften von Gustav Mix zur Gubener Kirchengeschichte: "Die Reformation in Guben" und "Aus der Geschichte der Klosterkirche in Guben". Sie erschienen erstmals 1917 beziehungsweise 1932 und sind somit schon seit mehreren Jahrzehnten vergriffen. "Seitdem befasste sich leider niemand in dieser Ausführlichkeit mit der Reformation und der Geschichte der Klosterkirche in Guben", schreibt Andreas Peter in seinem Vorwort. Und genau deshalb waren sie dem Verleger eine Neuveröffentlichung wert. So verbindet das 200-Seiten-Buch das Reformations- mit einem Kirchenjubiläum: Die Klosterkirche wird in diesem Jahr 155 Jahre alt. Zu verdanken ist ihr Bau vor allem dem damaligen Pfarrer Schwarzschulz, wie Gustav Mix darlegt.

Zusätzlich angefügte zeitgenössische Rezensionen der Historiker Rudolf Lehmann und Karl Gander sowie Nachbetrachtungen zur Person und zum literarischen Schaffen des Pfarrers Gustav Mix runden den Band ab. Gleichzeitig führt der Autor die wechselvolle Geschichte der Klosterkirche und auch die religiöse Toleranz der Gubener vor Augen. Die letzte Äbtissin des Klosters, Margarethe von Werdeck, wurde 1564 bestattet.