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Die Leichtathletikanlage in Guben ist sehr gefragt

2018 könnten es an die 500 Starter sein, die bei den offenen Kreismeisterschaften in der Leichtathletik um die Medaillen kämpfen.
2018 könnten es an die 500 Starter sein, die bei den offenen Kreismeisterschaften in der Leichtathletik um die Medaillen kämpfen. FOTO: utr1
Guben. Lautsprecheransagen hallen am Samstag über den Sportplatz an der Klaus-Herrmann-Straße in Guben. Junge Sportler des Sportvereins Chemie Guben und des Spremberger Vereins für Leichtathletik haben sich zur Kreismeisterschaft in der Leichtathletik getroffen. Ute Richter

Seit fünf Jahren messen sich beide Vereine in den Disziplinen Schlagball, Speerwurf, Weitsprung, Hochsprung, 800-Meter-Lauf (für die Großen) und 400-Meter-Lauf (für die Kleinen) sowie im Sprint. Erstmals gab es am Samstag auch einen Vergleich im Diskuswerfen. Kurze Regenschauer warteten die Sportler gemeinsam in der Turnhalle ab. Den Regen macht nicht nur nass, sondern er erhöht auch die Verletzungsgefahr.

77 Starter im Alter von sechs bis 19 Jahre und drei Erwachsene, die außer Konkurrenz gestartet sind, kämpften in 91 Wettkämpfen um die Medaillen. Spremberg hat insgesamt 116 Medaillen errungen, Guben 112. "Für die Mädchen und Jungen ist es eine gute Möglichkeit, Wettkampfatmosphäre zu erleben", sagt Nadja Pradel, Abteilungsleiterin Leichtathletik beim SV Chemie Guben. Zudem gibt es auch nur zwei Vereine im Spree-Neiße-Kreis, die Leichtathletik als Freizeitsport anbieten. Darum habe man sich vor fünf Jahren zusammengetan. Denn in Spremberg gibt es keinen so professionellen Platz, an dem man derartige Wettkämpfe durchführen kann. Deshalb kommen die Spremberger gern an die Neiße.

Guben gilt seit vielen Jahren als Leistungszentrum der Leichtathletik und hat schon mehrere Nachwuchskader zu Sportschulen delegieren können. Dafür müssen Kadernormen erfüllt werden, welche einige der Starter auch bei dieser Kreismeisterschaft erreichten. Festgelegt werden diese Normen vom Deutschen Leichtathletikverband. "Dadurch können Nachwuchskader als künftige Leistungssportler herausgefiltert werden", erklärt Nadja Pradel das Prozedere.

Und weil es sich offensichtlich herumgesprochen hat, dass die Kreismeisterschaften in Guben professionell durchgeführt werden und die Bedingungen für die Sportler optimal sind, haben schon Vereine aus Frankfurt/Oder und Königs Wusterhausen wegen einer Teilnahme angefragt. "Wir wollen im nächsten Jahr den Wettkampf für andere Vereine öffnen. Dann werden es offene Kreismeisterschaften mit an die 500 Starter sein", schaut Nadja Pradel schon auf das nächste Jahr.

Damit das alles reibungslos über die Bühne gehen kann, bedarf es vieler Vorbereitungen. Diese sind nicht ohne die Vereinsmitglieder, Eltern, Großeltern und Kampfrichter möglich.