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| 10:21 Uhr

Die Hütte im Wald ist das Meisterstück

Diese fleißigen Handwerker haben eine Hütte im Wald gebaut. Doch die einst Langzeitarbeitslosen haben zuvor auch schon Zäune und Hochstände repariert, Fledermausbunker in Ordnung gebracht und im Wald aufgeräumt.
Diese fleißigen Handwerker haben eine Hütte im Wald gebaut. Doch die einst Langzeitarbeitslosen haben zuvor auch schon Zäune und Hochstände repariert, Fledermausbunker in Ordnung gebracht und im Wald aufgeräumt. FOTO: MOZ
Neuzelle. In den letzten beiden Wochen war eine Truppe von acht Männern und einer Frau im Wald zwischen Neuzelle und Treppeln zugange. Sie haben Baumstämme entrindet, gemessen, gesägt, gehämmert... Nun ist ihre Holzhütte fertig. Mitten im Wald steht sie und wird in Kürze ihre erste Bewährungsprobe bestehen müssen – beim Weihnachtsbaumverkauf am 17. Dezember. MOZ/Waltraut Tuchen

Oberförster Roland Müller guckt zufrieden auf das neue Bauwerk im Jagen 111. "Saubere Arbeit", lobt er, was die einst Arbeitslosen da im Wald bauten. "Sie haben ja schon einiges fertiggebracht, Zäune und Hochstände repariert, Fledermausbunker in Ordnung gebracht, im Wald aufgeräumt. Aber das ist hier sozusagen ihr Meisterstück", sagt er anerkennend in die Runde. Auch Andrea Uhlig freut sich über das Arbeitsergebnis. Die 37-Jährige ist Außenstellenleiterin der gGmbH Neue Sozialarbeit. "Wir arbeiten eng mit dem Amt für Grundsicherung und Beschäftigung zusammen, von dem wir auch die Gelder bekommen. Das Projekt Entgeltvariante, wie dieses hier heißt, bringt Langzeitarbeitslose in ein sozialversicherungpflichtiges Arbeitsverhältnis. Im Ganzen sind es 16 Teilnehmer, die sieben anderen sind an den Kiesgruben in Eisenhüttenstadt eingesetzt. Neun arbeiten hier in der Oberförsterei Neuzelle und haben sich schon ganz wacker geschlagen." Dass ihnen der Bau dieser Schutzhütte so gut von der Hand ging, lag wohl nicht nur am Zusammenhalt und der guten Stimmung in der Gruppe. Mit einem Zimmerer, Schlosser, Klempner, Maurer, Tischler und einer Gärtnerin sind so viele handwerkliche Berufe konzentriert, dass ein gutes Ergebnis nahezu vorprogrammiert ist. Volkmar Uthe, der vor seiner Arbeitslosigkeit als Ausbaumaurer, Kellner und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma tätig war, ist nun als Vorarbeiter für die Gruppe verantwortlich. Er lobt die Arbeitsmoral seiner Kollegen und hofft für sie alle, dass sie damit mehr Chancen haben, in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren. Doris Kramm ist die einzige Frau im Team, das sie ganz toll findet. Die Arbeit sei zwar anstrengend, aber als Gärtnerin für sie nicht ungewohnt. "Wenn man dann sieht, was wir gemeinsam auf die Beine gestellt haben, freut man sich."