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| 02:35 Uhr

Die Gubener feiern am Samstag ihren Appel

Gut behütet: Dieses Jahr fallen Museumsnacht und Appelfest zusammen. Dafür machen Museum und Verein pro Guben Werbung.
Gut behütet: Dieses Jahr fallen Museumsnacht und Appelfest zusammen. Dafür machen Museum und Verein pro Guben Werbung. FOTO: utr1
Guben. Guben war für seinen Obstbau berühmt – und mit dem Appelfest wird am Wochenende nicht nur an die Tradition erinnert, sondern auch auf die neuen Ansätze mit Stolz hingewiesen. Am Samstag wird ab 9 Uhr gefeiert. Und möglicherweise könnte es erstmals einen Apfelkönig geben. zar/js

Zum Gubener Appelfest gehört seit jeher die große Apfelsortenschau mit Verkostung in den Ausstellungsräumen der Alten Färberei. Zahlreiche Apfelsorten werden gezeigt, darunter der Echte Adamsapfel, der Doppelte Hasenkopf und der Edle von Leipzig. Natürlich darf der original Warraschke nicht fehlen: klein und unscheinbar aber vollmundig süß - und eine wesentliche Grundlage für den Gubener Apfelwein. Der wurde ehemals gern von weit angereisten Gästen auch aus Berlin getrunken - als das Gubener Fest eine ähnliche Bedeutung hatte wie heute das Baumblütenfest in Werder. Es gibt aber nicht nur Proben, sondern auch die Möglichkeit, eigene Sorten bestimmen zu lassen.

Seit drei Jahren werden in einer Ernteausstellung auch außergewöhnliche Früchte und Gemüse gezeigt. Ein Baumschnittexperte gibt wertvolle Tipps zum Gehölzschnitt und zur Gehölzveredelung. Alte Handwerkskunst zur Herstellung von Harken und Gartengeräten, Naturgärtnern oder Imkerei sind weitere Aspekte, die beleuchtet werden. Die Leinölmühle Straupitz zeigt, wie Leinöl frisch gepresst wird. Ein Holzschnitzer zeigt, wie er Holzstämme mit der Kettensäge bearbeitet. Der Verein "Eysenkraut" aus Lauchhammer nimmt die Gubener mit auf eine Reise ins Mittelalter. Dort können sich Kinder auch im Bogen- und Armbrustschießen versuchen.

Es werden aber auch Geschichten, Tänze und Lieder zum Thema Apfel, Sagen und Bräuche oder zur Gubener Geschichte präsentiert. Es gibt einen Flohmarkt auf der Straupitzstraße.

Da Lausitzer Museumsnacht und Appelfest zusammenfallen, lädt das Stadt- und Industriemuseum zu Stadtführungen zur Hutmachergeschichte ein (16.30 Uhr und 18.30 Uhr). Außerdem wird das Torhaus der ehemaligen Wilkeschen Fabrikantenvilla von Max Wilke geöffnet. Es ist letztes Überbleibsel der einstigen Villa. Ab 21.45 Uhr wird es eine Feuershow am Torhaus geben.

Die Wahl der Apfelkönigin - oder des Apfelkönigs - findet bereits am Samstag statt. Bis etwa 17.30 Uhr sollten alle ihre Stimme abgegeben haben; 18.30 Uhr ist die Krönung.