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| 14:53 Uhr

Wald
Die Eichelernte ist im vollen Gange

Arne Barkhausen ist stolz auf die Tauersche Eiche.
Arne Barkhausen ist stolz auf die Tauersche Eiche. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Schenkendöbern. Landeswaldoberförsterei Peitz erwartet ein gutes Ergebnis. Zehn Tonnen werden wieder ausgesät. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Seit dieser Woche läuft die Saatguternte an der Tauerschen Eiche. Zwischen dem Pinnower See, dem Großsee und dem Kleinsee gibt es etwa 430 Hektar Traubeneiche. „Alle drei Jahre wird geerntet“, erklärt Arne Barkhausen, Leiter der Landeswaldoberförsterei Peitz. „Vor drei Jahren haben wir insgesamt 50 Tonnen Eicheln gesammelt.“ Auch in diesem Jahr sei das Potenzial für diese Menge vorhanden. „Die Eichel hat im Frühjahr gut geblüht und es gab keinen Spätfrost“, so Barkhausen.

Mit der Eichelernte hat die Försterei eine externe Firma beauftragt. Es wird noch per Hand gesammelt. „Eicheln die innen faulig und hohl sind  lassen wird liegen“, sagt der Leiter der Landeswaldförsterei Peitz.  Bevorzugt nimmt der Förster große Eicheln: „Die haben mehr Kraft.“

Der Großteil der Ernte geht für die Aufzucht an die Baumschulen. Zehn Tonnen behält die Försterei aber für den Eigenbedarf. „Mit einem Pferd und einer selbstgebauten Saat-Maschine säen wir die Eicheln dann aus“, sagt Barkhausen. Von den zehn Tonnen könne eine Fläche von 30 Hektar bewirtschaftet werden. „Wir setzen diese Eicheln in monotonen Kiefernwäldern ein um sie zu verbessern“, erklärt der Förster. Die 24 000 Hektar Wald im Peitzer Gebiet bestehen nämlich zu 80 Prozent aus Kiefern und nur sechs Prozent aus Eicheln: „Unser Auftrag ist aber ein Mischwald.“ Dabei bevorzugt Arne Barkhausen die Aussaat. „Bei der Pflanzung müssen die Wurzeln des Baumes zum Teil verschlagen werden“, erklärt der Experte. „Die Saat ist das natürlichere Verfahren und die Wurzelausbildung ist dabei besser.“ Und gerade die Wurzeln eines Baumes seien entscheidend für sein weiteres Leben. Ein Baum mit einem guten Wurzelsystem sei beispielsweise besser gegen die Sommer-Stürmen gewappnet.

„Was von der Ernte liegen bleibt wird vom Wild aufgefressen“, weiß Barkhausen. Und auch der Eichelhäher freut sich über die Reste. „Er versteckt die Eicheln dann als Wintervorrat im Boden“, sagt der Förster. Da er aber am Ende nicht alle Verstecke wieder findet, können viele der Eicheln auskeimen und zu neuen Bäumen heranwachsen.