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Dias, Lieder, Gedichte und Grüne-Tee-Pralinen

Die Besucher des Vortrages über Japan bekamen im Fabrik e.V. Guben Einblicke in die Sprache und die Kultur des Landes.
Die Besucher des Vortrages über Japan bekamen im Fabrik e.V. Guben Einblicke in die Sprache und die Kultur des Landes. FOTO: Ute Richter/utr1
Guben. Valerie Jana Schwanitz und August Wierling entführten mit Lied- und Gedichtvorträgen, der Verköstigung Grüner-Tee-Pralinen und einer Diashow ihr Publikum am Donnerstagabend im Fabrik e.V. in das ferne Japan. Ute Richter / utr1

Valerie Jana Schwanitz und August Wierling haben ein Reisebuch über ihre Erlebnisse und Eindrücke in und von Japan geschrieben. Vor zwei Jahren haben sie es im Eigenverlag als Buch herausgebracht.

Der rote Faden durch das Buch ist der Saigoku-Pilgerweg. Durch die japanische Region Kansai führt ein Pilgerweg aus dem 11. Jahrhundert. Er verbindet 33 buddhistische, zum Teil mehr als 1300 Jahre alte Tempel. Bei allen Tempeln wird der Boddhisattva Kannon verehrt.

Valerie Jana Schwanitz und Ehemann August Wierling konzentrierten sich am Donnerstagabend auf zwei Tempel, auf ihre Geschichte und die ganz eigenen Erfahrungen, die die beiden dort machten.

Sie gaben Einblicke in das fernöstliche Land abseits der üblichen Klischees und berichteten über die goldenen Zeiten des damaligen Japans. Sie zeigten in ihren Bildern und Erzählungen, wie schön und bunt dieses Land ist. "Aber man muss in Japan den Blick fürs Detail entwickeln, denn das große Ganze ist nicht so schön", so Valerie Jana Schwanitz.

So erfuhren die Gäste von einstigen Traditionen wie der des Zähne Schwärzens, des Abrasierens der Wimpern, des Tragens bodenlanger Haartrachten und etwas über die bis zu zwölflagigen Kimonoschichten.

Auch Geschichten über Tee waren dabei. Und damit die Besucher sich auch ein bisschen nach Japan versetzt fühlen können, hatten die Autoren Pralinen mitgebracht. Diese wurden aus weißer Schokolade und Grünem Tee selbst gemacht. "Das ist eine gute Mischung, denn die Süße der Schokolade nimmt dem Tee die Bitterstoffe", so Valerie Jana Schwanitz.

Am Ende zeigte das Autorenpaar noch die Verbindung des goldenen Japans zu den Zeiten Berlins in den 20er-Jahren auf. Zu der Zeit schwappte eine Welle aus Japan hinüber, die den Deutschen einen Film bescherte, der seinen Ursprung in Japan hatte. Sie erzählen, dass der Film "Die Kwannon von Okadera" ein absoluter Renner zu der Zeit war und Hauptdarsteller Werner Kraus auch schon auf der damaligen Gubener Theaterbühne gestanden hatte.

Beide Autoren ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Menschen, die Geschichte und Kultur Japans fasziniert. Es zog und zieht sie immer wieder in das fernöstliche Land zurück - mehr als fünf Jahre vor Ort haben sich so inzwischen angesammelt. Und sie freuen sich schon auf die nächsten Abenteuer.

Und schon am kommenden Freitag geht es weiter mit außergewöhnlicher Unterhaltung im Fabrik e.V. Dann nämlich können die Besucher ein romantisches Kammerkonzert mit Songs of Lemurai erleben. Zeitlos mondän-romantische Interpretationen zahlreicher Rockklassiker werden zu hören sein.

Und am Samstag sind dann die Generationen Ü 40 zu einer Party für alle Junggebliebenen ins Werk I eingeladen. Los geht es bei beiden Veranstaltungen um 20 Uhr.