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| 02:37 Uhr

Deutsche und Polen nähern sich weiter an

Zahlreiche Gubener und Gubiner haben am gestrigen Valentinstag wieder Herzballons in den Himmel geschickt.
Zahlreiche Gubener und Gubiner haben am gestrigen Valentinstag wieder Herzballons in den Himmel geschickt. FOTO: Jana Pozar/zar1
Gubin. (zar1) Rote und weiße Herzluftballons sind am gestrigen Valentinstag an der Ruine der einstigen Stadt- und Hauptkirche in den Himmel gestiegen. Bereits zum achten Mal haben der Förderverein zum Wiederaufbau der Stadt- und Hauptkirche, das Gubiner Kulturhaus und der Verein "Nysa" Deutsche und Polen eingeladen, um gemeinsam den Valentinstag zu feiern.

Damit ist das kleine Fest längst zur Tradition geworden.

"Der Tag der Liebe soll symbolisch für gemeinsame Wege von Deutschen und Polen stehen, soll zeigen, dass Probleme nur gemeinsam gelöst werden können. Wann, wenn nicht am Valentinstag, können sich Freundschaften entwickeln und wachsen", sagt Günter Quiel vom Förderverein. Gemeinsame Feste und gemeinsame Gespräche sollen dazu beitragen, dass sich polnische und deutsche Menschen noch mehr annähern. Viele kamen, um sich auszutauschen, einige kamen, um einfach nur den Ballons mit Grüßen und Wünschen hinterherzuschauen. Nancy Löwa kommt seit mehreren Jahren zum Valentinstag an die Kirchenruine in Gubin. "Es ist eine schöne Tradition. Und das Wetter heute lädt ja dazu ein", sagt die 29-jährige Gubenerin. Sohn John ist natürlich dabei. Und ihm gilt auch der Valentinswunsch seiner Mutter: "Ich wünsche mir, dass John in der Schule gut mitkommt. Ansonsten bin ich wunschlos glücklich", gab sie zu.

Günter Quiels Wunsch zum Valentinstag: "Ich wünsche mir für die nachfolgenden Generationen eine genauso lange Friedenszeit, wie ich sie erleben durfte." Still blickt er dabei auf die Ruine der einstigen Stadt- und Hauptkirche. Zukünftig soll die Kirche ein Ort der Begegnung für alle Menschen werden.

Am Ostersonntag wird der Kirchturm wieder eröffnet. Zuvor gibt es dort einen großen Frühjahrsputz. "Den werden wir natürlich auch gemeinsam stemmen", so Quiel. Dann soll auch die Wetterfahne auf dem Turm angebracht werden. Auch in diesem Jahr sind bereits einige kulturelle Veranstaltungen im Turm geplant.