ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Der perfekte Ort zum Lernen

Atterwasch.. Bereits zum fünften Mal ist der Touristenstützpunkt am Deulowitzer See Austragungsort eines Englischcamps in den Sommerferien. Veranstaltet wird das Treffen von evangelisch-freikirchlichen Gemeinden aus der Lausitz unter der Federführung von Pfarrer Alan Gross aus Cottbus. Von Thomas Engelhardt

Es ist heiß an diesem Nachmittag im Touristenstützpunkt. Zum Glück sind es bis zum Deulowitzer See nur wenige Meter. Einige Mädchen und Jungen, die seit Freitag im Englischcamp weilen, machen sich in Badesachen auf den Weg, um sich ein wenig zu erfrischen. Andere wiederum trotzen der Hitze und spielen Tischtennis. Wieder anderen ruhen sich im Freien einfach nur aus.
Doch der Eindruck, der sich dem Betrachter aufdrängt, täuscht. Die Stunden zwischen 13 und 17 Uhr sind die einzigen am Tag, an denen die Teilnehmer tun und lassen können, was sie wollen. Ansonsten wartet auf sie ein straffes Programm. Schließlich geht es darum, die Englisch-Kenntnisse zu verbessern. Und so sind sowohl vormittags als auch am späten Nachmittag Unterrichtseinheiten angesetzt. Da geht es um reinen Sprachunterricht, aber auch um Konversation, also die Anwendung des Gelernten im Gespräch. Gekoppelt wird das Ganze mit der Vermittlung christlicher Werte. „Wir lesen jeden Morgen Texte aus dem Evangelium und reden darüber, welche Bedeutung sie für unser eigenes Leben haben können“ , sagt Hans-Jürgen Scherpel, Amtskollege von Alan Gross aus Neuss. Beide Pfarrer kennen sich schon seit vielen Jahren, haben schon zahlreiche solcher Freizeiten organisiert. „Das ist eine schöne Abwechslung zum Alltag“ , meint Scherpel.
Insgesamt 52 Mädchen und Jungen zwischen zehn und 18 Jahren nehmen am Camp teil. Die meisten kommen aus der Lausitz und Berlin, eine größere Gruppe aber auch aus der Heimat von Pfarrer Scherpel, also aus der Düsseldorfer Region. 13 Betreuer sind ebenfalls mit von der Partie, dazu vier amerikanische Gäste von einer Baptistengemeinde aus Georgia. Zu ihnen gehört Alan Harrelson. Er hat gleich festgestellt: „Hier ist es genauso heiß wie bei uns zu Hause.“ Erfreut zeigte sich Harrelson über den warmherzigen und freundlichen Empfang und über das Engagement der jungen Leute.
Darin ist er sich mit Alan Gross einig: „Trotz der Hitze sind alle sehr motiviert und wollen hier etwas lernen.“ Die Bedingungen am Deulowitzer See schätzt Gross „als für unsere Zwecke ideal ein. Deshalb kommen wir auch immer wieder gern hierher.“
Auch wenn sich das Programm anspruchsvoll anhört, so ist das Lernen im Camp nicht mit dem in der Schule zu vergleichen. Und nach dem Unterricht gibt es an den Abenden noch genug Abwechslung. Am Sonntag stand beispielsweise ein Talenteabend auf dem Programm, gestern sollte am und im See eine Olympiade starten, und für heute hat sich eine katholische Jugendgruppe aus Guben zu einem Besuch angesagt.
Wichtig ist Alan Gross und seinen Mitstreitern aber nicht allein der Englischunterricht. „Uns kommt es auch auf eine gute Gemeinschaft an. Hier werden nicht selten Freundschaften geschlossen, die längere Zeit überdauern.“
Das Konzept scheint aufzugehen. Den jungen Leuten jedenfalls gefällt es im Touristenstützpunkt. Gregor Ladusch (14) aus Großräschen ist zum ersten Mal dabei, bekam den Tipp von einem Bekannten: „Es macht Spaß, hier zu lernen. Die Anlage mit dem See gleich nebenan - das ist perfekt.“
Conny und Sarah aus Cottbus sind dagegen schon zum dritten Mal im Camp. Sie stört es nicht, in den Ferien Unterricht zu haben: „Wir kommen ja extra hierher, um etwas zu lernen.“ Neben der tollen Gemeinschaft finden die zwei Freundinnen auch viel Lob für den Touristenstützpunkt. „Das ist eine sehr schöne Anlage. Hier ist alles dicht zusammen von der Tischtennisplatte über das Volleyballfeld bis hin zum See.“
Genießen können Conny, Sarah und alle anderen Camp-Teilnehmer das alles noch bis Sonnabend. Dann heißt es, Abschied vom Deulowitzer See zu nehmen.