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Der letzte Dreck?

Johannes Schulze aus Schlagsdorf beschreibt seine aktuellen Stau-Erlebnisse: Samstag, 5. Juli, nachmittags, Guben, Ortsteil Schlagsdorf, B 112. Die Bundesstraße ist in Richtung Guben unpassierbar, wir haben den üblichen Lkw-Stau.

Für die Bewohner von Schlagsdorf ist die Stadt Guben eigentlich überhaupt nicht mehr zu erreichen.
Vor ein paar Tagen habe ich in der Zeitung gelesen, dass die geplante Ortsumgehung der B 97 keine Stauspur bekommen soll, die Landesregierung hält sie nicht für erforderlich. Ich halte dies für eine Straftat, in der Polizeisprache nennt man das wohl einen „gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“ . Würde ich eine Bundesstraße vorsätzlich so blockieren, dass der Verkehr nur noch in eine Richtung rollt, hätte ich sicherlich mit Anzeige und Strafverfolgung zu rechnen und das zu Recht.
Offensichtlich gelten auf Regierungsebene andere Maßstäbe, obwohl der Tatbestand des Vorsatzes hier sicherlich erfüllt ist, denn das Problem besteht seit der Öffnung des Grenzüberganges Guben-Gubinek und wurde auch oft genug angesprochen. Passiert ist praktisch nichts, die Lkw blockieren die Straße nach wie vor.
Ich bin ratlos. Ist man als Ostbrandenburger tatsächlich der letzte Dreck?