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| 14:38 Uhr

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Guben-Gutschein weiter gefragt

Adelheid Wunsch, Leiterin des Servicecenters, zeigt die Guben-Gutscheine, die es wahlweise in Höhe von zehn, 25 oder 50 Euro gibt.
Adelheid Wunsch, Leiterin des Servicecenters, zeigt die Guben-Gutscheine, die es wahlweise in Höhe von zehn, 25 oder 50 Euro gibt. FOTO: Halpick
Guben. Knapp 14 800 Mal ging der Gutschein schon über den Ladentisch. Kritik gibt es an der Stadt-Provision. Von Michèle-Cathrin Zeidler

Warum sich für ein Geschenk entscheiden, wenn man die Vielfalt der ganzen Stadt schenken kann? Das dachten sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Gubener und griffen zum Guben-Gutschein. „Die Gutscheine sind nach wie vor gefragt und sorgen dafür, dass mehr Geld in den Geschäften der Neißestadt ausgeben wird“, erzählt Adelheid Wunsch, Leiterin im Service-Center der Stadtverwaltung. „Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit ist er ein beliebtes Geschenk.“

Seit seiner Einführung im Herbst 2013 ging der Gutschein  knapp 14 800 Mal über den Ladentisch und setzte damit rund 179 400 Euro in der Neißestadt um. Aktuell beteiligen sich 53 Händler an der Aktion. Darunter sind Lebensmittelhändler, Optiker, Blumenläden, Autohäuser, Fitnessstudios, Friseure, Schreib. und Spielwarenhändler, Gaststätten, aber auch EDV-Unternehmen und Discounter. Bei der Einführung des Gutscheines könnten die Beschenkten ihren Einkaufgutschein bei 45 Gewerbetreibenden einlösen, doch die Zahl der Händler stieg.

„Der Gutschein wird gut angenommen“, erzählt Ines Stark, Inhaberin von „Confiserie- Tee - Spielwaren Ines Stark“ in der Frankfurter Straße.  „Wir sind gerade mitten im Weihnachtsgeschäft und da werden viele eingelöst.“ Kinder kommen allerdings eher selten mit einem Gutschein in der Hand ins Geschäft. „In der Regel lösen Erwachsene die Gutscheine ein“, so die Inhaberin weiter. „Den größten Prozentsatz machen dabei Süßigkeiten, Pralinen, Tee und Kaffee aus.“

Bereits seit Beginn der Aktion ist der Gubener „ein Laden“ in der Frankfurter Straße dabei. „Die Gutscheine laufen auch in diesem Jahr gut und sind auf dem Vorjahresniveau“, erzählt Ladeninhaberin Ulrike Held. „Ob Bücher oder Lebensmittel – die Kunden kaufen damit querbeet bei uns ein.“ Besonders häufig wird der Zehn-Euro-Gutschein im „ein Laden“ im Kassenbuch vermerkt. „Grundsätzlich wird auch von Seiten der Stadt den Kunden eine kleine Stückelung der Gutscheine empfohlen“, erklärt die Inhaberin des Naturkostladens. Schließlich könne der Gutschein immer nur in einem Laden eingelöst werden. „Den Restbetrag können wir den Kunden bei einem 25- oder 50-Euro-Gutschein nicht auszahlen“, sagt Ulrike Held. Allerdings könne der Betrag im nächsten Einkauf ausgegeben werden.

„Ich finde die Idee gut“, so die Inhaberin weiter. „Es ist eine schöne Sache, dass sich der Beschenkte unter allen Geschäften in der Stadt eines aussuchen kann.“ Allerdings sieht sie den Gutschein auch kritisch. „Natürlich fände ich es besser, wenn der Kunde zu meinem eigenen Gutschein greifen würden“, gibt Ulrike Held zu. „Das sehen aber alle beteiligten Händler in der Stadt so.“ Beim Guben-Gutschein müssen die Händler nämlich eine Provision von 3,5 Prozent an die Stadtverwaltung abtreten. Mit diesem Geld werden die Bearbeitung und die Abrechnung der Gutscheine sowie die Marketingaktionen finanziert. Die Stadt betont, dass der Gutschein keine Einnahmequelle sei.

René Groeschke, Inhaber der Stadt-Apotheke, teilt dennoch die Meinung von Ulrike Held. „Die Provision sollte abgeschafft werden, sie ist kontraproduktiv“, so sein Standpunkt. „Mit der Aktion soll schließlich der lokale Handel belebt und gestärkt werden.“ Durch die Provision würden die Händler aber wieder geschwächt. „Trotzdem finde ich die Idee generell gut, denn dadurch gehen die Leute in Guben und nicht in Berlin einkaufen“, betont der Inhaber. In der Stadt-Apotheke kann der Gutschein für alle nicht rezeptpflichtigen Apothekenangebote eingelöst werden.

Der Guben-Gutschein ist ausschließlich im Service-Center der Stadtverwaltung erhältlich. Eine aktuelle Liste der Händler, die sich derzeit an der Aktion beteiligen, ist auf der Startseite des Gubener Internetauftritts unter www.guben.de zu finden.