ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:49 Uhr

Förderprojekt
Geopfad zukünftig in drei Sprachen

Am Dienstag haben alle Partner das Förderprojekt für den Geopark Muskauer Faltenbogen in Höhe von 1,6 Millionen Euro unterzeichnet.
Am Dienstag haben alle Partner das Förderprojekt für den Geopark Muskauer Faltenbogen in Höhe von 1,6 Millionen Euro unterzeichnet. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben/Döbern. Der Unesco Geopark Muskauer Faltenbogen erhält 1,6 Millionen Euro aus Interreg-Mitteln. Mit dem Geld soll der Pfad durch den Muskauer Faltenbogen jetzt richtig internationalisiert werden.

Der Unesco-Geopark Muskauer Faltenbogen erhält insgesamt 1,6 Millionen Euro aus Interreg-Mitteln. Die fünf Projektpartner haben dafür am Dienstagmorgen in der Gubener Geschäftstelle der Euroregion Spree-Neiße-Bober den Projektvertrag unterschrieben.  „Das Projekt hat im Begleitausschuss des Kooperationsprogramms von allen Vorschlägen die beste Bewertung bekommen und wurde einstimmig angenommen“, verrät Carsten Jacob, Geschäftsführer der Euroregion Spree-Neiße-Bober. „Wir freuen uns, dass der Park nun endlich die Planungssicherheit hat, auf die er so lange warten musste.“ Auch Harald Altekrüger, Landrat und Vorstand der Euroregion Spree-Neiße-Bober, ist zufrieden: „Dieses Projekt bringt den Geopark Muskauer Faltenbogen als touristisches Highlight weiter nach vorn und fördert gleichzeitig die deutsch-polnische Begegnung.“

An dem bis Juni 2020 laufendem Projekt beteiligen sich der Landkreis Spree-Neiße, das staatliche Forstamt Polen, die Gemeinde Leknica, der Förderverein Geopark Muskauer Faltenbogen und die Gemeinde Felixsee. Das Ziel ist es, dauerhaft mehr Gäste für einen Besuch in der deutsch-polnischen Grenzregion zu gewinnen, die touristische Infrastruktur für den internationalen Besucherverkehr zu verbessern und die Attraktivität des Geoparks zu erhöhen. Dafür soll unter anderem der Geopark ausgebaut und modernisiert, das Bildungsangebot für Einheimische und Gäste verbessert und ein deutsch-polnischen Netzwerkes regionaler Hersteller aufgebaut werden.

„Die Infrastruktur wollen wir durch neue Wege und eine neue Beschilderung verbessern“, erzählt Nancy Sauer, Leiterin der Geschäftsstelle Unesco Global Geopark Muskauer Faltenbogen. Rund 70 Tafeln würden aktuell 100 Kilometer Landschaft bebildern. „Die Tafeln sollen plakativer  und in deutscher, polnischer und englischer Sprache gestaltet werden.“ Außerdem sollen vorhandene Themenradrouten, wie zum Beispiel die Altbergbautour, mit der Errichtung von neuen Rastplätzen und einer dreisprachigen Beschilderungen verbessert werden.

„Ein großer Punkt ist auch die Modernisierung des Aussichtsturms Felixsee“, so Nancy Sauer weiter. Im Zuge dessen werde auch der Witterungsschutz erneuert. „Im Winter wollen wir mit den Sprachkursen für unsere Geoparkführer starten, um dann in der Saison 2019 erste englischsprachige Touren anbieten zu können“, führt die Parkleiterin weiter aus. Bereits in diesem Sommer soll außerdem ein Geoparkcamp durchgeführt werden – nur ein Baustein im Veranstaltungsausbau zum Thema Kultur und Naturerbe. 

(Zeidler)