Unterschiedlichste Kulturen, Sitten und Bräuche wurden kennengelernt. Das förderte darüberhinaus die schachsportliche Leistungsentwicklung und trug wesentlich dazu bei, das Frauenteam in der Bundesliga zu halten und mit den Vereinsteams in die Landesklasse sowie in die Regionalliga aufzusteigen.
Alljährlich reger an diesen lukrativen Programmen wurde das Interesse der Jugendlichen aus Vereinen Brandenburgs und mitunter auch aus ganz Deutschland.
Schon vor knapp einem Jahr wurden die organisatorischen Vorbereitungen für ein Treffen in den Herbstferien in den Masuren aufgenommen. Es wurden die Kontakte zu den Vereinen in Elblag geknüpft und eine Förderung des Programms über das Deutsch-Polnische Jugendwerk beantragt.
In der nächsten Woche ist es nun soweit: Vom 11. bis 17. Oktober wird das Masu ren-Open in Ostroda ausgetragen. Viel Spaß, ein abwechslungsreiches Programm und sieben Runden Schachsport mit noch unbekannten Gegnern erwarten die Teilnehmer.

Ungebrochene Verbundenheit
Nach wie vor ungebrochen, ist die Verbundenheit der Mitglieder mit ihrem Heimatverein - und das trotz weiter Entfernungen. Nadine Brock ist inzwischen Frau Krumbke geworden und lebt in Kiel, Anja Dräger studiert in Leipzig, Steffi Grote kehrte erst kürzlich von einem Schüleraustausch in Chile zurück und befindet sich momentan im Familienurlaub auf Jamaika und Petra Dshurowa trat vor 14 Tagen einen einjährigen Au-Pair-Aufenthalt in den USA an.
Dabei lernte sie auf einer dreitägigen Schulung in Long Island viele Au Pairs aus aller Welt kennen, bevor sie von den Kindern ihrer Familie in New York mit Kuscheltieren und einem schön gestalteten Fotoalbum begrüßt wurde. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten muss sich Petra im Drei-Etagen-Haus mit Keller, neun Schlafzimmern sowie fünf Badezimmern - davon gehört ihr selbst eines -, mehr als zehn Fernsehern sowie 15 Computern und unzähligen Telefonen, die bei Anruf ein Konzert im Haus geben, sowie mindestens fünf Autos erst zurechtfinden.

Weniger Organisatoren
Doch vor Ort in Guben werden die Organisatoren immer weniger. So müssen die Schachsportler nun jeder für sich selbst aufpassen, dass sie sich nicht verpassen. Mehrmalige Erinnerungen an Treffpunkte und Abfahrtzeiten wird es nicht mehr geben.
Am Montag um 8 Uhr ist Abfahrt vom Parkplatz der „Jungen Welt“ für alle Gubener und die Teilnehmer der südlich von Guben liegenden Vereine (Sulzfeldt, Schwarzheide, Hosena). Alle anderen können sich dann in Frankfurt (Oder) dem Konvoi anschließen.