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| 01:06 Uhr

Dem Marderhund auf der Spur

Schwerzko.. Der Neujahrstag kann sicher auf ganz verschiedene Weise verbracht werden: beim Gänsebraten zu Hause, beim Katerfrühstück oder mit einer Wanderung in die reizvolle Umgebung. (moz)


Zu Letzterem entschlossen sich rund 50 Leute, die von der Schwerzkoer Mühle mit Naturfreund Hans-Joachim Schulze auf eine zweistündige Tour ins Dorchetal zum Kahltopp aufbrachen. Familie Lange hatte im Vorfeld für Mittagessen gesorgt und lud nach der Tour zum Kaffeetrinken und zur Besichtigung der Sägemühle ein, die allerdings in Funktion erst wieder am Ostersonntag zu sehen ist. Familie Weinhold von der Mittelmühle in Neuzelle hatte Pferde mitgebracht, um den Kindern Abwechslung zu bieten, und „Wanderführer Hans“ - wie er sich gern nennen lässt - stellte noch einen eingewanderten Schädling vor, den Marderhund.

In Brandenburg etabliert
Das aus Kanada und Sibirien stammende Tier hat sich in den brandenburgischen Wäldern mittlerweile fest etabliert (etwa 80 Tiere), wirft bis zu zwölf Junge und ist nachtaktiv. Gefressen werden vor allem bodenständige Vögel wie Rebhühner, Fasane und andere sowie deren Gelege. Außerdem verdrängt der Marderhund allmählich den Fuchs aus seinen angestammten Revieren. Das Jagdverhalten ähnelt dem der Hyänen: im Rudel.
Für die Jäger ist es schwer, die Tiere, die zur Jagd frei gegeben sind, zu erlegen, da sie sich tagsüber nicht sehen lassen. Wer dennoch so ein Tier sieht, sollte es unbedingt der nächsten Försterei melden.