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Dem Favoriten lange Paroli geboten

Fußball.. Volksfeststimmung herrschte gestern Nachmittag auf dem Groß Breesener Sportplatz. Mehr als 1400 Zuschauer waren gekommen, um das Testspiel des BSV Guben Nord gegen die Profis des FC Energie Cottbus zu sehen. Von Thomas Engelhardt

Zum zweiten Mal trafen beide Mannschaften innerhalb weniger Monate aufeinander. Im März hatten die Neißestädter mit 0:8 im Cottbuser Stadion der Freundschaft verloren. Fand das Spiel damals mitten in der Saison statt, war es dieses Mal für beide Vereine ein Test in Vorbereitung der kommenden Spielserie.
Während allerdings die Energie-Profis vor einer Woche mit dem Training begannen, befindet sich der BSV eigentlich noch in der Sommerpause. Erst in zwei Wochen startet die Vorbereitung auf die neue Serie in der Verbandsliga. Für das gestrige Testspiel war aber kein anderer Termin zu finden, und so mussten die Breesener gegen den hohen Favoriten ohne vorherige Übungseinheit antreten. „Unsere Jungs haben sich lediglich am Donnerstag einmal kurz getroffen, damit wir einen Überblick hatten, wer überhaupt alles da ist“ , so BSV-Vorsitzender Wilhelm Schurmann.
Fast schon logisch, dass die Partie schnell 0:1 stand: Nach vier Minuten musste Torwart Ronny Zeiß, ein Neuzugang aus Burg, hinter sich greifen.
Wer nun glaubte, es könne ein ähnliches Torfestival wie im März geben, der irrte. Schon im Gegenzug hatte René Neumann die große Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Energie-Torhüter Piplica. Anschließend sorgten die Breesener mit viel Engagement und Lauffreudigkeit dafür, dass die Profis in der ersten Hälfte kaum noch Chancen hatten, wobei der BSV-Keeper einige sehr gute Szenen hatte.
Nach der Pause, in der die Zuschauer - unter ihnen auch zahlreiche Energie-Fans aus der Region - von der Kleinen Gubener Blasmusik erfreut wurden, fehlte den Gubenern dann aber offenbar die Kraft, um weiter so konsequent gegenzuhalten. Ein Doppelschlag zwischen der 50. und 55. Minute sorgte für die Entscheidung, und das 0:4 fiel rund zehn Minuten vor Schluss, allerdings durch einen schmeichelhaften Foulelfmeter.
Für die Breesener, die in der zweiten Hälfte nahezu chancenlos waren, hätte in der 89. Minute der eingewechselte Björn Rechtenbach zum Helden werden können. Er schoss aber am leeren Tor vorbei.
Dennoch hat sich der BSV erneut sehr achtbar gegen die Cottbuser Profis aus der Affäre gezogen.