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Das Sandmännchen winkt aus Guben

Winfried Kujas bei der Sandmännchen-Ausstellung in Forst – jede Ausstellung wird aber vollkommen neu gestaltet.
Winfried Kujas bei der Sandmännchen-Ausstellung in Forst – jede Ausstellung wird aber vollkommen neu gestaltet. FOTO: slu
Guben. Seit über einem halben Jahrhundert winkt das Sandmännchen von der Mattscheibe aus zur guten Nacht – ist Ost und West. Nun winkt die Kultfigur auch aus Guben. red/dsf

Ab dem 4. November zeigt das Stadt- und Industriemuseum eine Sonderausstellung rund um das Ost-Sandmännchen, das 1989 - nach Absetzung des westlichen Pendants der ARD - auch zum gesamtdeutschen Gute-Nacht-Geschichtenerzähler geworden ist.

Originalfiguren, Fahrzeuge und Transportmittel sowie Dekorationen aus den Sandmännchen-Drehs werden im Museum zu sehen sein, teilt Leiterin Heike Rochlitz mit. Nachgestellte Szenen und Fotofilmbänder sollen die Gäste in die Welt der Märchenfigur entführen.

Eine Erfindung von ARD und DFF ist das Sandmännchen derweil nicht. Schon Hans Christian Andersen und E.T.A. Hoffmann hatten die Figur des Sandmännchens in ihren Erzählungen berücksichtigt. Richtig berühmt vor allem bei Kindern aber wurde erst die Puppenfigur der beiden deutschen Sendern. Seit der Wende führt der RBB die Sendung mit dem ostdeutschen Sandmännchen weiter.

Die Ausstellung im Stadt- und Industriemuseum konzentriert sich auch auf die ostdeutsche Variante der Kinderfigur. Die Ausstellung wird bis zum 26. Februar in Guben Station machen, wie Heike Rochlitz weiter mitteilt. Mit ihrer Eröffnung endet die aktuelle Sonderausstellung "Fahrt beendet". Geöffnet hat das Museum dienstags bis freitags von 12 bis 17 Uhr und sonntags und an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr. Am ersten Weihnachtsfeiertag ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet.