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Schauspiel
Seniorenkabarett probt fleißig für die Premiere

Zur Generalprobe hat das Seniorenkabarett „Die Herbstzeitlosen“ erstmals mit Kostümen und Requisiten geübt.
Zur Generalprobe hat das Seniorenkabarett „Die Herbstzeitlosen“ erstmals mit Kostümen und Requisiten geübt. FOTO: Michèle-Cathrin Zeidler
Guben. Das neue Jahresprogramm der „Herbstzeitlosen“ feiert am 18. April Uraufführung im Begegnungszentrum der Volkssolidarität.

Beim Seniorenkabarett „Die Herbstzeitlosen“ macht sich so langsam Nervosität breit. Am Freitag fand die erste Generalprobe mit Kostümen und Requisiten statt. „Ich bin aufgeregt und hab die letzten Nächte kaum geschlafen“, verrät Kabarettleiterin Ruth Zakrzewski. Am Mittwoch, 18. April, um 14 Uhr feiert das neue Jahresprogramm „Mundwinkel hoch und mitgelacht“ Premiere im Begegnungszentrum der Volkssolidarität in Guben. „Ein paar Karten gibt es noch“, sagt sie.

Während im Flur einzelne Mitglieder noch einmal vor dem Spiegel ihren Text üben und die Mimik und Gestik einstudieren, wird es auf der Bühne bereits ernst. Das komplette Programm wird einmal durchgespielt. Ruth Zakrzewski ist dabei die ganze Zeit mit einem Auge beim Text. „Roswitha, du musst ein bisschen langsamer sprechen und den anderen auch aussprechen lassen“, gibt sie einen Tipp. Insgesamt ist sie allerdings zufrieden mit der Probe. „Manche können ihren Text schon zu 100 Prozent, andere brauchen noch ein wenig Hilfestellung“, so Ruth Zakrzewski. „Aber das wird noch.“ Schließlich sei eine zweite Generalprobe geplant.  

Das neue Jahresprogramm der Herbstzeitlosen baut sich aus 21 Sketchen und drei Liedern zusammen und dauert 90 Minuten. Fünf Auftritte stehen bereits fest. Seit Anfang des Jahres arbeiten die 14 Mitglieder im Alter von 63 bis 89 Jahren an dem Stück. „Wie machen jedes Jahr ein komplett neues Programm“, betont Ruth Zakrzewski. „In diesem Jahr geht es um das Alltagsgesehen, Familienleben, Partnerschaft, aber auch die Gesundheit spielt eine Rolle.“ So wird beim Ausflug in den örtlichen Zoo wild darüber spekuliert, welches Tier im Käfig ist und ein Sauerstoffschlauch erweist sich im Krankenhaus als tückisch. „Zu viel will ich aber noch nicht verraten, schließlich soll es eine Überraschung für die Besucher bleiben“, so die Kabarettleiterin.

Im vergangenen Jahr waren alle Veranstaltungen der Gruppe restlos ausverkauft. Zu den 17 Auftritten kamen insgesamt 739 Besucher. Seit ihrer Gründung vor elf Jahren haben die Mitglieder bei insgesamt 8971 Besuchern für Lachtränen gesorgt.

(mcz)