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| 17:15 Uhr

Einsatz der Feuerwehren
Dank aus Ziltendorf an die Helfer

 So sah es am 26. Juni über Ziltendorf auf. Dort war zwischen Wiesenau und Ziltendorf im Landkreis Oder-Spree auf mehreren Dutzend Hektar ein Feuer ausgebrochen. 
So sah es am 26. Juni über Ziltendorf auf. Dort war zwischen Wiesenau und Ziltendorf im Landkreis Oder-Spree auf mehreren Dutzend Hektar ein Feuer ausgebrochen.  FOTO: dpa / Toni Feist
Schenkendöbern. Für die meisten ist ein Waldbrand ein Ereignis, das weit weg ist. Nicht so für Solveig Lobback.

Solveig Lobback wohnt in Ziltendorf, wo es auch vor kurzem erst gebrannt hat. Und wo unter anderem auch freiwillige Feuerwehren zum Einsatz kamen. Für Solveig Lobback ist es nicht selbstverständlich, weshalb sie ihren Dank schriftlich formulierte – an Isabell Klein aus Groß Gastrose, stellvertretend für alle Feuerwehrmänner und -frauen.

„Zurzeit erlebe ich hier (fast hautnah), wie unermüdlich euer Einsatz unter anderem gegen die Flammen ist. Wie viel Mut und Kraft ihr aufbringt, um alles zu retten. Ich weiß, dass diese Worte nur ein ganz geringer Tropfen auf den heißen Stein ist, aber trotzdem DANKE. Was wären wir ohne euch??? Nicht auszumalen.“

 Das THW sorgte in der Heide für Löschwasser, die Gubener Feuerwehr betankte die Einsatzfahrzeuge.  
Das THW sorgte in der Heide für Löschwasser, die Gubener Feuerwehr betankte die Einsatzfahrzeuge.   FOTO: Feuerwehr

Isabell Klein und Solveig Lobback sind ehemalige Arbeitskolleginnen. „Ich weiß, dass Isabell auch eine tolle Feuerwehrfrau ist und immer überall im Einsatz ist. Ich hatte einfach das Bedürfnis, mich stellvertretend bei ihr zu bedanken“, erklärt die Ziltendorferin. „Man hat hier jeden unermüdlichen Einsatz – zu Land und zur Luft – mitbekommen“, sagt sie zu ihren Beobachtungen bei der Brandbekämpfung quasi vor ihrer Haustür. Die Feuerwehren seien unaufhörlich gefahren  und auch der Löschhubschrauber stundenlang übers Haus geflogen, um Wasser zu holen. „Man fühlte sich irgendwie so machtlos“, beschreibt Solveig Lobback diese Zeit. Deshalb sei sie voller Dankbarkeit, dass so viele helfende Leute gegen die Flammen gekämpft haben. Und weil Solveig Lobback und Isabell Klein sich gut von einer ehemaligen gemeinsamen Arbeitsstelle in Eisenhüttenstadt kennen, schrieb sie ihr die Nachricht.

Doch die Wehren aus Schenkendöbern und Guben waren in der Lieberoser heide im Einsatz, nicht in Ziltendorf. Der Einsatz in der Heide  steckt den Feuerwehrleuten noch in den Knochen. Denn nach dem 24. Juni hatten die Kameraden aus Groß Drewitz, Groß Gastrose, Pinnow, Schenkendöbern und Guben im Zwölf-Stunden-Takt dort unermüdlich gegen die Flammen gekämpft. Die Tanklöschfahrzeuge (TLF) aus Pinnow und Schlagsdorf blieben am Einsatzort, die Besatzungen wechselten regelmäßig. Gelöscht wurde vom Tanklöschfahrzeug aus, welches 5000 Liter fasst. Denn wegen der Munitionsbelastung konnte nur von Wegen aus gelöscht werden. Das erforderte höchste Konzentration, weil sich die Bedingungen jederzeit ändern können. Denn bei den noch vor einer Woche heißen Temperaturen von fast 40 Grad ließ die Konzentration in der Feuerwehrkluft natürlich irgendwann nach.

Die Gubener waren unter anderem für die Betankung der Löschfahrzeuge mit Wasser zuständig. „Etwa 600 bis 700 Meter Strecke galt es vom See bis zu den zwei großen Wasserbehältern zu überbrücken. Das war Aufgabe des THW. Wir befüllten dann die Fahrzeuge mit Wasser“, erzählt Madeleine Härtel von der Gubener Wehr.  Für die Verpflegung war die Sondereinsatzgruppe aus Lübben vor Ort und sorgte dafür, dass die Kameraden ausreichend Essen und Flüssigkeit bekamen. Rund 330 Einsatzkräfte, darunter 75 vom Technischen Hilfswerk, galt es rund um die Uhr zu versorgen.

Nun brennt es aktuell schon wieder in der Lieberoser Heide.