In der seit anderthalb Wochen im Naemi-Wilke-Stift arbeitenden Abstrichstelle für Covid-19 haben bis zum 31. März 43 Personen einen Test vornehmen lassen. Alle bisher vorliegenden Ergebnisse waren negativ. Darüber informiert der Rektor des Gubener Krankenhauses, Pfarrer Markus Müller, auf Nachfrage. Was die Anzahl der Tests betreffe, habe man mit einem größeren Ansturm gerechnet.

Müller lobte zudem die disziplinierte Art und Weise, wie die Tests abgegeben werden. „Das hat bis jetzt alles sehr gut funktioniert, die vorgegebenen Regeln wurden eingehalten.“

Gubens Wilkestift ist auf Corona-Patienten vorbereitet

Derweil laufen im Wilkestift weiter die Vorbereitungen für die mögliche Behandlung von Covid-19-Patienten. Das Haus sei inzwischen in drei Bereiche geteilt: einen für nicht-infektiöse Erkrankungen, einen, in dem noch abgeklärt werden kann, ob eine Covid-19-Erkrankung vorliegt, und einen für die Behandlung von Menschen, die an der neuen Krankheit erkrankt sind. Dafür wurden 40 Betten freigezogen.

Laut Müller wurden bis zum 1. April im Gubener Krankenhaus keine Covid-Patienten behandelt. „Es ist in Brandenburg so geregelt, dass Covid-Patienten zunächst in den großen Krankenhäusern untergebracht werden und die kleineren Häuser im Fall der Fälle für Entlastung sorgen sollen.“

Ungewissheit belastet das Personal in Gubens Wilkestift

Die Ungewissheit, ob dieser Fall der Fälle eintrifft, sorge dafür, dass die aktuelle Situation im Krankenhaus angespannt sei. „Die Unsicherheit ist groß, das ist natürlich im Alltag zu spüren.“

Vergrößert wird die Verunsicherung durch die Situation bei der Schutzbekleidung. „Wir haben einmal 250 FFP-2-Schutzmasken erhalten, die in der Abstrichstelle benötigt werden“, so Müller. Ansonsten warte man täglich auf die erhofften Lieferungen.