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| 14:36 Uhr

Musik
City und Electrosalat spielen auf Lok-Platz

Die Ur-Gubener Alexander Reinig (l.) und Thomas Alisch holen die DDR-Kultrockband City auf den Lok-Sportplatz.
Die Ur-Gubener Alexander Reinig (l.) und Thomas Alisch holen die DDR-Kultrockband City auf den Lok-Sportplatz. FOTO: LR / Silke Halpick
Guben. Zwei Gubener organisieren Open-Air-Festivals, um zu zeigen, dass auch in der Provinz der Bär steppen kann. Von Silke Halpick

Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr gibt es im Herbst wieder zwei Open-Air-Festivals mit hochkarätiger Besetzung auf dem Gubener Loksportplatz: Die DDR-Kultband City und Krähe, der Ex-Frontmann von Six, spielen am 15. September. Eine Woche später stehen Stereoact, Electrosalat und Housekasper auf der Bühne.

„Wir haben viel vor“, verrät Thomas Alisch. Gemeinsam mit Alexander Reinig hängt er die großen Werbeplakate im Gubener Stadtgebiet auf. Die beiden sind die Veranstalter, aber keine Profis, wie sie sagen. Alisch verdient seinen Lebensunterhalt hauptsächlich im Getränkehandel, Reinig mit Finanzdienstleistungen. Konzerte zu organisieren sei „Spaß, Hobby und Leidenschaft“, wie Reinig betont.

Die beiden sind Ur-Gubener, auch wenn sie heute auswärts leben. Schon als kleine Junger hat Reinig im Lokstadion Fußball gespielt. „Ich kenne hier praktisch jeden Grashalm“, sagt er augenzwinkernd. Die Frage nach einem alternativen Austragungsort hat sich für beide gar nicht erst gestellt. Der Lokplatz sei ideal, weil es ausreichend Platz für viele Gäste und eine ordentliche Bühne für die Musiker gibt, so Reinig.

Mit mehr als 2000 Zuschauern rechnen die beiden pro Open-Air-Konzert. So viele waren es auch beim Karat-Auftritt im vergangenen Jahr. Begeistert sangen die Gubener damals gemeinsam mit Sänger Claudius Dreilich bekannte Hits wie „Über sieben Brücken“ oder „König der Welt“ mit. Diesmal steht City auf der Bühne, eine vergleichbar erfolgreiche Band. Die DDR-Kultrocker sind mit ihrem Programm „40 Jahre Am Fenster“ auf Tournee. Einige der Unplugged-Konzerte sind bereits ausverkauft.

Die Musik von Stereoact, Electrosalat und Housekasper spricht vor allem das junge Publikum an. Vom DJ- Duo Stereoact stammt der bekannte Remake des Kerstin-Ott-Klassikers „Die immer lacht“. Electrosalat hatte im Vorjahr den „Platz zum Kochen gebracht“, so Alisch. Housekasper war der Wunsch-DJ der Gubener beim Frühlingsfest 2017. Alle drei sind am 22. September auf dem Gubener Loksportplatz zu erleben.

Mit den beiden Open-Air-Festivals wollen Alisch und Reinig ihrer Heimatstadt Guben „etwas zurückgeben“, wie Reinig sagt. „Die Leute müssen nicht immer nur nach Berlin fahren, um was zu erleben“, betont er. Auch in der Region und sogar vor der eigenen Haustür könne man etwas auf die Beine stellen. Die Vorbereitungen für die Konzerte dauerten allerdings Monate, wie Alisch einräumt.

Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt bei den Konzerten. „Das ist eine ganz bewusste Entscheidung. Wir sind familienfreundlich“, sagt Alisch. Der Eintritt für Erwachsene kostet bei City und Krähe 26 Euro im Vorverkauf und 34 Euro an der Abendkasse. Bei Stereoact, Electrosalat und Housekasper sind es 16 Euro im Vorverkauf und 22 Euro an der Abendkasse. Karten gibt es auf dem Loksportplatz in Guben, in den Fischer-Autohäusern, in der Touristinformation in Guben sowie im Internet unter www.eventim.de.