Das Gubener Frauenteam rangiert seit 20 Jahren ununterbrochen an der Schwelle des Auf- und Abstiegs zwischen erster und zweiter Bundesliga. Und das ist nicht selbstverständlich, denn die Abwanderung gut ausgebildeter Schachsportler durch Beruf und Studium ist groß in Guben. Dennoch halten viele so lange wie möglich die Treue und nehmen für gemeinsame Wettkampfpartien weite Reisewege auf sich. Um den Gubener Standortnachteil auszugleichen, wuchs mit dem Frauenteam in der Bundesliga auch die länderübergreifende Zusammenarbeit mit der polnischen Nachbarstadt Gubin. Die heutige Spitzenspielerin und Großmeisterin Barbara Jaracz nahm als Zehnjährige am ersten internationalen Schach-Treff in Guben mit dominantem Erfolg teil. Wenige Jahre später wurde sie Stammspielerin im Gubener Frauenteam. Sie gewann auch das mit internationalen Titelträgern besetzte Neujahrs-Open im Gubener Hotel und Landgasthof Waldow. Neben den obligatorischen sieben bis elf Partien an den Wettkampfbrettern der Bundesliga kommen pro Jahr zwischen 60 und 100 Wettkampfpartien hinzu, zu denen weite Reisen in das Alltagsleben von Schule, Beruf und Familie eingeplant werden müssen. ht