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| 01:31 Uhr

Chemie Guben gewinnt gegen Schlaubetal in letzter Sekunde

Guben. Der SV Chemie Guben konnte am 6. Spieltag in der Landesliga Süd/Ost den dritten Saisonsieg feiern.

In einer spannungsgeladenen Partie bezwangen sie die Gäste von der HSG Schlaubetal II mit 33:32 (14:18). Drei Sekunden vor dem Schlusspfiff wurde der alles entscheidende Siebenmeter verwandelt.

Dabei mussten die Neißestädter an diesem Tag auf Frank Nagel verzichten, der gesperrt war. Die Anfangsminuten gehörten den Gästen. Mit 4:1 und dem späteren 6:4 konnten sie zunächst das Spiel bestimmen. Doch das sollte sich bald ändern. Vor allem die jungen Spieler Robin Ewersbach, Mike Olszak und Florian Richter zeigten mit guten Aktionen, zu was sie in der Lage sein können.

Doch wie so oft ist das Manko der Gubener immer noch die Deckungsarbeit. Die Schlaubetaler konnten oftmals in 1:1-Aktionen leichtfertig an den Chemikern vorbeigehen und einfache Tore erzielen. Die Gäste profitierten aus diesem Schlendrian und setzten sich bis zum Pausenpfiff auf 18:14 ab.

In der Halbzeitansprache forderte Trainer Klaus-Jürgen Schmidt nochmals, das Tempo zu erhöhen. Das schien nach Wiederanpfiff aber nicht zu fruchten. Im Gegenteil, die Gäste blieben bis zur 40. Minute souverän mit 22:17 in Front. Aber durch einen enormen Kampfgeist und angetrieben von einer vollen Halle kamen die Gubener zurück ins Spiel. Marcel Burtchen und Felix Pechmann setzten auf der rechten Seite nun immer wieder erfolgreiche Akzente zum Torabschluss, und auch Erik Frohs am Kreis riss die eine oder andere Lücke für seine Mitspieler.

Dennoch wankte das Spiel nun hin und her. Vom 24:24 in der 45. Minute bis zum 29:29 in der 55. Minute konnte sich keine Mannschaft mehr absetzen. Doch die Gubener wollten sich damit nicht zufriedengeben. In der 59. Minute führten die Chemiker mit 32:31 und waren in Ballbesitz. Die Gubener schafften es aber nicht die Uhr herunterzuspielen und verloren zu schnell den Ball. Schlaubetal hatte nun die Chance im letzten Angriff das Unentschieden perfekt zu machen. Dazu nahmen sie noch eine Auszeit, um den letzten Spielzug zu besprechen. Zum Leidtragen für die Chemiker wurde dieser zum 32:32-Ausgleich genutzt. Doch es waren noch zehn Sekunden zu spielen. Die Gubener führten den Anwurf schnell aus. Der Ball kam zu Marcel Burtchen, der mit einem Risikopass seinen Außenspieler Felix Pechmann nochmals in Szene setzte. Unter Bedrängnis knallte er das Leder nur an den Pfosten. Die Schiedsrichter entschieden in dieser Aktion drei Sekunden vor Schluss auf Siebenmeter. Marcel Burtchen übernahm die Verantwortung und verwandelte den Wurf eiskalt zum 33:32-Siegtreffer. mbc1