In einer spannenden Begegnung endete das Landesliga-Spitzenspiel zwischen der TSG Lübbenau II und dem SV Chemie Guben 25:25 (10:10). Die "Chemiker" waren nah dran am großen Coup. Etwa 30 Gubener Schlachtenbummler machten sich auf in den Spreewald, machten richtig gute Stimmung und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Chemie musste auf Frank Nagel verzichten, der sich im Abschlusstraining verletzt hatte. Trainer Wolfgang Pötzsch hatte sein Team in der Woche intensiv eingestimmt auf den Gegner.

Die Gubener gingen mit 2:0 in Führung und machten von der ersten Minute an deutlich, die Punkte nicht freiwillig abgeben zu wollen. Lübbenau nagte im Angriff an der kompakt stehenden Deckung der Grün-Weißen und konnte das gewohnt schnelle Aufbauspiel nicht durchsetzen. Beim 2:2 war der Ausgleich wieder hergestellt. Es entwickelte sich eine wahre Abwehrschlacht. Die Gubener mussten bereits früh einige Unterzahlsituationen meistern. Das diszipliniert geführte Angriffsspiel führte zu einer 7:4-Führung.

Lübbenau reagierte mit einer Auszeit und konnte den effektiven Spielfluss der Neißestädter stoppen. Es blieb bis zur Halbzeitsirene eng. Die Torhüter auf beiden Seiten standen im Mittelpunkt und konnten sich auszeichnen. Mit einem 10:10-Remis ging es in die Kabinen.

Der TSG gelang nach Wiederanpfiff die 11:10-Führung, allerdings auch die einzige an diesem Tag. Chemie ließ sich davon wenig beeindrucken und spielte seinen Stiefel sicher herunter. Beim Stand von 14:12 lag Guben wieder vorne. Der Knackpunkt dann in der 40. Spielminute. Markus Nowitzki musste nach seiner dritten Zeitstrafe das Spiel beenden. Nun sollte es für die Neißestädter noch schwieriger werden. Nachdem man mehrere Unterzahlsituationen überstand und Lübbenau mit Abschlussschwäche glänzte, ging es in die entscheidende Phase. Beide Mannschaften lieferten einen wahren Fight. Und dann waren es die Grün-Weißen, die auf 24:21 enteilten und diese Führung bis drei Minuten vor Schluss beim 25:22 hielten. Lübbenau setzte mit einer Manndeckung alles auf eine Karte. Spielstand 25:24 für Guben. In der letzten Spielminute vergab Chemie einen Siebenmeter und die Spreewälder hatten das Glück des Tüchtigen. Der 25:25-Ausgleich war gleichzeitig auch der Endstand.

Mit diesem Punktgewinn beflecken die Gubener die bis dato weiße Heimweste der Lübbenauer und können nach dem Hinspielsieg (25:20) auch diesmal erhobenen Hauptes in die nächsten Aufgaben gehen. Die TSG wird es wurmen, erneut Punkte gegen Guben gelassen zu haben. Nichtsdestotrotz wird die Meisterschaft in den Spreewald gehen. Mit fünf Punkten Vorsprung und einem leichten Restprogramm wird die Spreewälder nichts mehr aufhalten. Chemie fährt am kommenden Sonntag nach Belzig.