Seit Oktober lernt der Fünfjährige beim Cottbuser Cellisten Dan Constantin Velea das Saiteninstrument spielen. Dieser hat eine Masterausbildung in London und eine weitere auf Stipendiumbasis in Louisiana absolviert. Der 39-jährige gebürtige Rumäne, der seit 1993 mit Unterbrechung im Philharmonischen Orchester des Cottbuser Staatstheaters spielt, übernahm zu Beginn des neuen Schuljahres die Cello-Ausbildung an der Gubener Musikschule als Honorarlehrer. Friedrun Otto ist die zweite Fünfjährige, die bei Velea montags über 45 Minuten unterrichtet wird. Auch sie darf ein Cello benutzen, das die RUNDSCHAU der Musikschule geschenkt hat. Es war im April das erste Patengeschenk, nachdem die RUNDSCHAU im Januar dieses Jahres die Sozialpatenschaft über die Musikschule übernommen hatte.
Insgesamt hat der in Cottbus beheimatete Cellist in Guben fünf Schüler, außer den beiden Fünfjährigen noch eine Jugendliche und zwei Erwachsene. Da Manoa noch keine Buchstaben kennt, arbeitet sein Lehrer mit Vergleichen. Die A-Seite ist so zum Beispiel die Ameisenseite, die B-Seite die Bärenseite. Für daheim erhält er Übungsaufgaben. Manoas Mutter Miriam sagt, dass er täglich übe. Auf das Cello sei ihr Sohn gekommen, als er im Sommer in der Klosterkirche den „Karneval der Tiere“ erlebte, bei dem auch einige seiner Geschwister mitwirkten. „Aber wir haben erst mal abgewartet, bis sich die Eindrücke bei ihm gesetzt hatten, um sicher zu sein, dass es kein Strohfeuer ist“ , sagt Miriam Quappe. Dann seien Nägel mit Köpfen gemacht und Manoa in der Musikschule angemeldet worden. Dort lernen auch schon seine Schwester Annabell-Ghiselaine Geige und Klavier und sein Bruder Silas Flöte. Nur an einem kleinen Cello für Manoa habe es gefehlt. Denn auch die andere Fünfjährige darf ihr Cello zum Üben mit heim nehmen. Nun steht Manoa ebenfalls ein Instrument zur Verfügung, das seiner Körpergröße entspricht.