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| 01:08 Uhr

Bummeln in der Neißestadt

Guben.. Die Stadt an der Neiße verändert ihr Gesicht. Besonders ins Auge fällt dabei in diesen Wochen der massive Abriss von Plattenbauten auf dem Reichenbacher Berg. 1000 Wohnungen sollen dort insgesamt in diesem Jahr verschwinden.

Nach Aussagen der Stadtverwaltung müssen aber insgesamt 2500 Wohneinheiten verschwinden, um den Markt wieder ins Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage zu bringen.
Der Umbau Gubens zu einer Stadt mit rund 20 000 Einwohnern soll sich aber auch in der Altstadt vollziehen. Auch dort sollen noch in diesem Jahr nach Aussagen von Bürgermeister Klaus-Dieter Hübner 39 Wohnungen verschwinden. Schwerpunkt aber in der Innenstadt ist die Neugestaltung zentraler Bereiche.
Der Anfang dazu wurde in der Frankfurter Straße gemacht. Die Straße, die wieder zu der Bummelmeile in der Neißestadt werden soll, bekam in den letzten Monaten ein helles und modernes Gesicht. Sie wird ab 2004 auch zur direkten Verbindung zwischen Guben und Gubin, wenn die Grenzabfertigung vollständig auf das polnische Neißeufer verlagert wird. In diesem Zusammenhang wird auch die Neißebrücke einen neuen „Bummelmeilen“ -Straßenbelag erhalten.
Zunächst aber wird am anderen Ende der Frankfurter Straße gebuddelt. In den nächsten Monaten werden der Lohmühlenweg mit dem Parkplatz und die Winkelstraße ein neues Gesicht bekommen. Gestern Abend gab es im Gubener Rathaus zu den Umbauplänen für alle Anwohner und interessierten Bürger die aktuellsten Informationen.
Noch nicht angegangen werden soll in diesem Jahr der letzte Teilabschnitt der Gubener Bummelmeile, der die Frankfurter Straße mit dem so genannten „Dreieck“ verbindet. Diesmal soll nämlich eine unkalkulierbare Winterbaustelle vermieden werden. Die extrem lange Frostperiode hatte den Gubenern beim ersten Bauabschnitt in diesem Frühjahr mächtig zugesetzt. Trotzdem war es durch zweischichtige Arbeit an der Baustelle gelungen, den Fertigstellungstermin zu halten.
Eine wichtige Rolle bei der Neugestaltung der Gubener Innenstadt soll der Alten Poststraße zukommen. Die desolate und ein bisschen vergessen wirkende Kopfsteinpflasterstraße, die parallel zur Neiße verläuft, ändert ihr Gesicht gerade dramatisch. Der Abriss großer Teile der einstigen Produktionsstätten der „Gubener Wolle“ bringt Licht in die einst enge und dunkel wirkende Straße. Von der alten Fabrik soll nach der Umgestaltung nicht mehr viel übrig sein. Derzeit wird an interessanten Gestaltungsvarianten gearbeitet.