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| 15:40 Uhr

Bürger in Lausitzer Grenzregion gegen polnische Tagebau-Pläne

Guben. Mehrere hundert Bürger aus der Grenzregion um Forst und Guben (Spree-Neiße) haben sich gegen einen geplanten Braunkohletagebau im benachbarten Polen ausgesprochen. Sie beklagen Mängel in den ausgelegten Planungsunterlagen und fordern eine Überarbeitung. dpa/boc

Das teilte die Umweltgruppe Cottbus der Grünen Liga am Dienstag mit. Am selben Tag endete die Beteiligung der Öffentlichkeit zum Raumordnungsplan der polnischen Woiwodschaft Lubuskie (Lebuser Land). Der Plan soll die Voraussetzungen für einen neuen Tagebau und ein Braunkohlekraftwerk bis 3000 Megawatt - so groß wie die Anlage in Jänschwalde - nahe der deutschen Grenze schaffen.Polnische Betroffene hatten die Pläne für den Tagebau Gubin-Brody bereits in zwei Bürgerentscheiden abgelehnt. Das geplante Tagebaufeld bedroht den Angaben zufolge etwa 2000 Menschen in 13 Ortsteilen der polnischen Gemeinden Gubin-Land und Brody jenseits von Forst (Lausitz).

Auf deutscher Seite gibt es seit Jahren Widerstand von Bewohnern gegen einen vom Energiekonzern Vattenfall Europe geplanten Tagebau Jänschwalde-Nord. Für diese Grube müssten die drei Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz im Spree-Neiße-Kreis mit 900 Einwohnern umgesiedelt werden. Nach der EU-Richtlinie zur strategischen Umweltprüfung müssen Pläne mit grenzüberschreitenden Auswirkungen auch im Nachbarland öffentlich ausgelegt werden.