ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:38 Uhr

BSV schlägt Hennigsdorf in hektischer Schlussphase

Guben Nord (Christian Schulz, r.) behauptete sich im Heimspiel.
Guben Nord (Christian Schulz, r.) behauptete sich im Heimspiel. FOTO: RINGFOTO.HENTZSCHELs.de
Guben. In einer von Kampf, Härte und Hektik geprägten Partie hat der BSV Guben Nord dank guter Moral und Nerven einen wichtigen 3:1-Sieg über Hennigsdorf eingefahren. Mit nunmehr 29 Punkten bleiben die Neißestädter Tabellensiebter. Roland Scheumeister / rsm1

Der BSV war von Beginn an bemüht, das Spiel zu machen. Doch vor allem im Spiel nach vorn wurden zu viele Fehler bei Zuspielen und in den Zweikämpfen gemacht. So wurde auf beiden Seiten zunächst nur bei Standards etwas Torgefahr heraufbeschworen, welcher aber beide Keeper gewachsen waren.

Die Gäste warteten auf Fehler des BSV und gingen prompt in Führung, als Simon auf der linken Seite unbedrängt präzise flanken konnte und der am langen Pfosten völlig frei stehende König einköpfte. Die Breesener drängten sofort auf den Ausgleich und machten ordentlich Betrieb. Aber erst ein von Sebastian Lawrenz scharf ins linke Eck gehämmerter Strafstoß brachte Zählbares, nachdem er selbst und Kevin Hauf regelwidrig im Strafraum attackiert wurden.

Nach wie vor zu viele Ballverluste des BSV ermöglichten dem Gegner immer wieder Freistöße und Gegenangriffe, wie unter anderem in der 44. Minute, als Mariusz Karpinski als letzter Mann einen Ball vor der Linie wegschlagen musste. Nach dem Wechsel erhöhten die Nordgubener ihren Druck. Sascha Prüfer verpasste nach Eckball nur knapp mit dem Kopf (53.) und der für den verletzt ausgeschiedenen Hauf in den Angriff beorderte Christian Schulz konnte den Torwart aus Nahdistanz nicht überwinden (60.). Der BSV war jetzt klar am Drücker, was sich auch in vielen Eckbällen widerspiegelte. Aber noch fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss.

Die Hennigsdorfer Abwehr kam immer mehr in Bedrängnis und dennoch musste sich der BSV einiger gefährlicher Konter erwehren, bei denen die Abwehr und insbesondere Torwart Piotr Loboda viel Übersicht bewiesen. Nach einem Eckball von Arek Waszkowiak traf Florian Kunzke mit dem Hinterkopf nur die Latte (64.). Dann war es der bis dato eher glücklos agierende Waszkowiak, der einem abgewehrten Ball energisch nachsetzte und zwei Verteidiger düpierend zum 2:1 ins Tor spitzelte.

Guben drängte nun auf die Entscheidung. Nach einem harten Zweikampf mit dem FCH-Torwart ließ sich Prüfer zu einem, zwar nicht brutalen, aber dennoch klar sichtbaren Nachtreten hinreißen und bekam sofort die Rote Karte des sehr konsequent pfeifenden Schiedsrichters zu sehen.

Im nun hektischen Schlussgang wurde Schulz - aus Sicht der heftig protestierenden Hennigsdorfer, deren Trainer letztendlich der Bank verwiesen wurde, außerhalb des Strafraums - gefoult. Lawrenz scharf geschossener Elfer sprang von der Lattenunterkante zurück ins Feld. Doch der Torwart beleidigte den Schützen, sah dafür Gelb und hatte keine Chance, als einer seiner Vorderleute, den daraufhin gegebenen indirekten Freistoß Marvin Wegners, zum entscheidenden 3:1 abfälschte.