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| 13:48 Uhr

Regionaler Feuerwehrsport
Beim Löschangriff ins Zeug gelegt

 Die Kinder der Jugendwehr aus Groß Drewitz gingen als erste an den Start. Am Ende wurden sie Zweiter.
Die Kinder der Jugendwehr aus Groß Drewitz gingen als erste an den Start. Am Ende wurden sie Zweiter. FOTO: Ute Richter
Bresinchen. Nachwuchsfeuerwehrleute aus Guben und Schenkendöbern haben sich zum Wettkampf in Bresinchen getroffen. Einige bleiben in der Erwachsenen-Feuerwehr. Von Ute Richter

 Zu einem gemeinsamen Kinder- und Jugendfeuerwehrcamp haben sich am Wochenende etwa 65 Nachwuchsfeuerwehrleute plus Betreuer aus Guben und der Gemeinde Schenkendöbern getroffen. Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 18 Jahren beteiligten sich am Abenteuer Camping auf dem Areal am Gerätehaus in Bresinchen. Erstmals mit dabei waren auch Kinder und Jugendliche vom Jugendrotkreuz. Los ging es am Freitagnachmittag mit der Eröffnung des Camps.

Einmal im Jahr wird ein solches Feuerwehrjugendcamp an unterschiedlichen Standorten veranstaltet. Fand es in den letzten Jahren abwechselnd in Krayne, Groß Gastrose und Bresinchen statt, so wird 2020 die Feuerwehr Groß Drewitz erstmals Ausrichter dieses Camps sein.

Am Samstag starteten dann alle mit Frühsport und einem zünftigen Frühstück in den Tag. Und weil das Wetter so gut passte und die Bedingungen mit dem nicht weit entfernten Bresinchener See geradezu optimal waren, hatten sich die Jugendwarte der Feuerwehren aus Guben und der Gemeinde Schenkendöbern, Nico Hammel und Isabell Klein, für eine Schlauchbootausbildung entschieden. Geübt wurde wie im richtigen Einsatz, erzählen die Verantwortlichen. Schwimmwesten anlegen, Rettungsring zuwerfen und das Ansprechen einer verletzten Person wurden geprobt.

„Gottseidank haben wir solche Einsätze nicht allzu oft. Aber wir leben an einem Fluss und es gibt viele Seen im Umkreis. Da ist es wichtig, dass schon die Kleinsten wissen, wie man sich im Notfall richtig verhält“, erzählt Nico Hammel. Natürlich wurde bei den heißen Temperaturen auch kräftig gebadet.

Nach einer ausgiebigen Mittagspause fand dann am Nachmittag die Stadt- und Gemeindemeisterschaft der Gubener und Schenkendöberner Nachwuchsfeuerwehren an gleicher Stelle statt. In den vorhergehenden Jahren wurde die Stadt- und Gemeindemeisterschaft stets zusammen mit den Erwachsenen durchgeführt. In diesem Jahr fand im Mai die Kreismeisterschaft der Feuerwehren in Guben statt. Dort wurde für die erfahrenen Feuerwehrleute die Stadt- und Gemeindemeisterschaft integriert. Und  deshalb bekamen die Mädchen und Jungen nun ihre eigene Meisterschaft in Bresinchen.

Nachwuchs-Kameraden aus Guben, Groß Drewitz, Krayne, Schenkendöbern, Groß Gastrose/Taubendorf und Bresinchen kämpften in der Disziplin Löschangriff Nass um die Plätze. Genau wie ihre erwachsenen Vorbilder legten sich die Mädchen und Jungen richtig ins Zeug. Anders als bei den Erwachsenen haben sie nur eine Strecke von 60 Metern zu überwinden. Außerdem sind bei den Jüngeren auch die Schläuche kleiner und damit leichter. Am Ende ließen die Kinder als auch die Jugendlichen bis 14 Jahre aus Groß Gastrose/Taubendorf die anderen Mannschaften hinter sich. In der Jugend ab 15 Jahre siegte die Mannschaft aus Krayne. Die Gubener Kinder-Mannschaft wurde ebenso Stadtmeister wie die Bresinchener Jugendmannschaften in beiden Altersklassen. Sowohl Guben als auch Bresinchen gehören zur Gubener Feuerwehr und starten somit bei der Stadtmeisterschaft.

Ihren letzten Einsatz in der Jugendwehr hatte die 18-jährige Lea Prüfer. Mit zehn Jahren war sie durch Freundin Hanna Fahrentz zur Jugendfeuerwehr nach Guben gekommen. Während Hanna wegen ihres 18. Geburtstages vor zwei Monaten nicht mehr an den Jugendmeisterschaften teilnehmen durfte, absolvierte Lea ihren letzten Wettkampf. Beide Mädchen schätzen den Zusammenhalt und das gute Klima bei den Kameraden. Deshalb will Lea, die derzeit die 12. Klasse am Gymnasium besucht, nach ihrem Abitur auch gern ein Studium oder eine Ausbildung in der Region machen. Genau wie Hanna wird sie nun bei den erwachsenen Kameraden mit den Dienst antreten. Die erste Prüfung hat sie bereits absolviert.

Die Wehrführer aus Guben, Rico Nowka, und der Gemeindebrandmeister Schenkendöbern, Daniel Krug, freut es, dass doch ab und zu Jugendliche den Sprung in die Erwachsenen-Feuerwehr schaffen. Denn allzu oft verlassen sie wegen Lehre oder Studium ihre Heimat und damit auch die Feuerwehr.

 Die Kinder der Jugendwehr aus Groß Drewitz gingen als erste an den Start. Am Ende wurden sie Zweiter.
Die Kinder der Jugendwehr aus Groß Drewitz gingen als erste an den Start. Am Ende wurden sie Zweiter. FOTO: Ute Richter